Aussortiert – Asiens unerwünschte Töchter

Aussortiert – Asiens unerwünschte Töchter

Auf Flugblättern und Plakaten preisen sie ihre Söhne an: Chinesische Mütter auf der verzweifelten Suche nach einer Schwiegertochter. In China finden Millionen Männer im heiratsfähigen Alter keine Frau mehr – genau wie in Indien und Südkorea. Mädchen werden entführt, verkauft, missbraucht.

Ein Film von Antje Christ und Dorothe Dörholt

Der Frauenhandel boomt. Wie konnte es so weit kommen und wer ist dafür verantwortlich, dass weltweit Millionen von Frauen fehlen?

Der Film weist nach, dass es neben anderen Faktoren auch die traditionelle Präferenz von Söhnen ist, die vielerorts zur selektiven Abtreibung von Mädchen geführt hat. Er belegt, dass der Frauenmangel kein nationales selbst verschuldetes Phänomen einzelner Länder ist, sondern Folge gezielter Bevölkerungspolitik von Industrienationen nach dem Zweiten Weltkrieg und deren Angst vor einer Bevölkerungsexplosion: Entwicklungsgelder und der Einsatz medizinischer Geräte spielen damals wie heute eine erhebliche Rolle.

Anhand von persönlichen Schicksalen aus Südkorea, China und Indien und belegt durch bisher unveröffentlichtes Archivmaterial geht der Film den Gründen und Folgen des von Menschen gemachten Ungleichgewichts der Geschlechter nach.

Und er schaut in die Zukunft: Das Phänomen des Frauenmangels und des Männerüberschusses destabilisiert immer mehr Gesellschaften weltweit.

Eine investigative Dokumentation über Verflechtungen aus Politik, Wirtschaft und Medizin, die Frauen – früher wie heute – zum Spielball staatlicher und krimineller Interessensgruppen werden lässt.