Die Eroberung der Alpen - 150 Jahre SAC

Was wäre die Schweiz ohne ihre Berge – und ohne den SAC? Der «DOK» entführt in die magische Welt der Alpengipfel, zeigt Film-Perlen aus den Archiven des Bergtourismus und gibt Einblick in den Alltag der Fründenhütte ob Kandersteg.

Ein Film von Jacqueline Schwerzmann

Das «DOK»-Team taucht ein ins Gipfelparadies des Berner Oberlandes, genauer in die Bergwelt der SAC-Fründenhüttte. Der Einheimische Marc Schertenleib führt die spektakulär gelegene Unterkunft oberhalb des Oeschinensees. Dort war der Grossvater von Ex-Bundesrat Adolf Ogi 1936 erster Hüttenwart. Damals gab es noch kein Essen in den Hütten und die SACler brachten ihre eigenen Suppenwürfel mit.

Die Fründenhütte ist eine klassische SAC-Hütte, aus Stein gebaut und mit Massenschlägen. Über lange Jahre war der SAC ein reiner Männerclub. Heute übernachten hier auch Frauen, etwa die junge Tourenleiterin Andrea Lüthi. «DOK» begleitet sie mit einer SAC-Gruppe aufs Fründenhorn.

Auf den Spuren berühmter Bergsteiger

Am Oeschinensee erzählt der Schweizer Alt-Bundesrat Adolf Ogi von seiner Bergsteigerfamilie. Ogis Urgrossvater gelang im August 1860 die Erstbesteigung der Blüemlisalp, mit einem der berühmtesten englischen Bergsteiger: Leslie Stephen, Vater der Autorin Virginia Woolf. Adolf Ogi ist seit über 50 Jahren Mitglied des SAC Altels von Kandersteg, wie schon alle seine Vorfahren.

Mit einem anderen Miglied des SAC Altels, dem neuen Geschäftsführer des Schweizer Alpenclubs, Jerun Vils, besucht «DOK» einen neuen Typ von SAC-Hütte: die eben eröffnete Cabane de Tracuit. Sie ist am Fuss des populären Bishorns gelegen und lockt die Berggänger mit topmoderner Architektur und Infrastruktur wie WIFI und sogar Dusche.

Die Erforschung der Gletscher und Gipfel

Der Berner Bergkenner Daniel Anker schildert im Film, wie der Alpen-Club vor 150 Jahren gegründet wurde. Der Bundesstaat war gerade erst gegründet worden, die Naturwissenschaften begannen aufzublühen, und die 35 SAC-Gründer, alles Männer aus der Deutschschweiz, machten sich an die Erforschung der Gletscher und noch unentdeckten Berggipfel. Heute ist der SAC mit über 140‘000 Mitgliedern einer der grössten Verbände der Schweiz.

Wie wir heute in die Berge gehen, wie die Berge heissen, wie wir sie als Heimat erleben – dies alles geht zurück auf den SAC. Doch wie positioniert sich der Alpenclub 150 Jahre nach seiner Gründung in unserer Konsum-und Leistungsgesellschaft? Immer mehr Menschen strömen in die Berge und gefährden dabei das, was sie suchen: das einsame Bergerlebnis und die intakte Natur. Und wie hat sich die Haltung der Schweizerinnen und Schweizer zu ihren Bergen im Laufe der letzten 150 Jahre verändert?

150 Jahre SAC