Die Mineure vom Gotthard

Ab Ende 2016 verkürzt sich die Reisezeit von Norden nach Süden dank des im Juni eröffneten Gotthard-Basistunnels um etwa eine halbe Stunde. Die Helden, die dieses Jahrhundertbauwerk erst möglich machten, sind die Mineure.

Film von Mario Casella und Paul Nicol

Superlative über die Länge des Tunnels, die Geschwindigkeit der Züge und die Kosten haben Schlagzeilen gemacht. Die Mineure, welche dieses Bauwerk überhaupt erst möglich gemacht haben, sind bereits weitergezogen zum nächsten Untertagbau. Ihnen gibt diese Dokumentation ein Gesicht.

Mehr als zwölf Jahre haben sie unter dem Gotthardmassiv für den längsten Tunnel der Welt gegraben, gebohrt und gesprengt. In dieser Langzeitbeobachtung begleiten die beiden Filmemacher sechs Arbeiter in ihrem Alltag. Der Film zeigt nicht nur die harte Arbeit sondern zeigt deckt auch die menschliche und emotionale Seite ihres Alltags auf.

Getrennt von ihren Familien und fern ihrer Heimat, macht der Film klar, welche privaten Opfer die Männer bringen müssen. Aber auch welche Befriedigung sie aus ihrer Arbeit ziehen. Zum Gelingen eines solches Tunnels beizutragen, erfüllt viele mit Stolz. Trotz des technischen Fortschrittes und der rigiden Sicherheitsvorkehrungen bleibt die Arbeit gefährlich. Einer der Mineure dieses Filmes starb bei einem tragischen Unfall wenige Wochen vor der Fertigstellung des Tunnels.

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