Die Welt des Xi Jinping

  • Mittwoch, 23. Januar 2019, 20:50 Uhr, SRF 1
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 23. Januar 2019, 20:50 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 24. Januar 2019, 1:40 Uhr, SRF 1
    • Montag, 28. Januar 2019, 11:15 Uhr, SRF 1
Die Welt des Xi Jinping

Am 15. Januar 2017 empfängt Bundespräsidentin Doris Leuthard den chinesischen Staatspräsident Xi Jinping in der Schweiz und anschliessend hält er am Weltwirtschaftsforum in Davos die Eröffnungsrede. Xi Jinping ist einer der mächtigsten Männer der Welt – und doch weitgehend unbekannt.

Ein Film von Romain Franklin und Louise Muller

Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat das Reich der Mitte zu einer Grossmacht aufgebaut, welche die Welt in ihrem Sinn umgestalten will.

Die Dokumentarfilmer gehen der Person des chinesischen Führers auf den Grund. Der Film zeigt, wie der junge Jinping wegen seiner Herkunft als Sohn eines hohen und altgedienten Parteifunktionärs in Ungnade fiel und während der Kulturrevolution jahrelang unter erbärmlichsten Bedingungen leben musste. Wie diese Erfahrung ihn aber nicht zum Dissidenten machte, sondern zum geschliffenen Aufsteiger, der am Ende selber über Gut und Böse richten kann, und der sich 2017 zum Präsidenten auf Lebenszeit ernennen liess.

Nach seiner Wahl vor 6 Jahren zum Chef der Kommunistischen Partei Chinas und kurz darauf zum Staatspräsidenten wurde Xi Jinping wie seine Vorgänger vor allem als Innenpolitiker wahrgenommen. Kampf der Korruption und weitere Hinwendung zur Marktwirtschaft waren seine Themen. Doch bald wandelte er sich zum globalen Machtpolitiker, der China bis zum Jahr 2049, dem hundertsten Geburtstag der Volksrepublik, zur führenden Wirtschafts- und Militärmacht aufbauen will.

Der Dokumentarfilm zeigt Xi Jinping nicht nur als Führer eines Landes, das Industriegüter aller Arten fertigt und weltweit verkauft. Der Präsident auf Lebenszeit perfektioniert auch die heute schon straffe Diktatur der kommunistischen Partei und schafft es, diese Schritt für Schritt selbst in freiheitliche Demokratien zu exportieren.