Beim Friseur in den USA: Detroit

DOK Sonntag

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Detroit ist nach dem wirtschaftlichen Abstieg infolge Wegzugs der Automobilindustrie eine der gefährlichsten Städte der USA geworden. Im Zentrum der Stadt betreiben Larry Webster und Robert Davis ihren Friseursalon. Seit 32 Jahren pflegen die beiden Freunde das Haar ihrer Kunden.

Einst war Detroit die Metropole der US-amerikanischen Automobilindustrie und ein Ort, an dem man als Industriearbeiter zu einem gewissen Wohlstand kommen konnte. Heute sind die Autofirmen umgezogen, und die Familien der ehemaligen Arbeiter wurden ohne Perspektive zurückgelassen. Die Kids hängen auf der Strasse herum und machen ihrem Frust mit Gewalt Luft. Mittendrin steht der Friseursalon von Larry Webster und Robert Davis.

Die Kundschaft in ihrem Salon ist fast ausschliesslich afroamerikanisch, wie die beiden Friseure auch. Viele der Kunden haben noch bessere Zeiten miterlebt. Sie erzählen sich hier so einiges, während sie unter der Trockenhaube sitzen: von den alten Zeiten, den schicken Autos, die man sich heute nicht mehr leisten kann, und darüber, wie hart das Leben für die jungen Detroiter ist. Doch die Menschen in Detroit haben auch Hoffnung. Hoffnung auf Gott und vor allem darauf, dass ihre Stadt eines Tages wieder ein lebenswerter Ort sein wird. Denn sie wollen in Detroit bleiben.