Die grosse Wanderung – Der Zug der Zebras (3/3)

DOK Sonntag

Die grosse Wanderung – Der Zug der Zebras (3/3)

Was treibt Zebras dazu, ihr Leben zu riskieren, um Tausende Kilometer zurückzulegen? Löwen, Wildhunde, Dürre und Hunger - nichts davon hält sie davon ab, die längste Wanderung auf dem afrikanischen Kontinent zu unternehmen um an die Grasländer des Nxai Pan Nationalparks in Botswana zu gelangen.

Ein Team von Wissenschaftlern versucht, was noch nie zuvor gelungen ist: den Zebras auf dem gesamten Weg ihrer Reise auf den Fersen zu bleiben. Acht Zebras tragen Halsbandsender und verschaffen den Forschern einen exklusiven Draht zum Geschehen während des langen Trecks.

Jedes Jahr im November, am Ende einer monatelangen Trockenzeit, versammeln sich tausende Zebras in den Grasebenen entlang der Ufer des Chobe. Die Zebras grasen in kleinen Familiengruppen in der Nähe der wenigen verbliebenen Tränken. Trotz der langen Dürrezeit bietet der Fluss den Zebras hier noch reichlich Wasser und gute Nahrung. Doch die Tiere wissen instinktiv – jede Minute wird es losgehen – vor ihnen liegt eine Wanderung über gut 250 Kilometer in den Süden, die sie auf sich nehmen müssen, um rechtzeitig mit Beginn der Regenzeit, auf den fruchtbaren Grasweiden im Nxai Pan Nationalpark anzukommen.

Jede der kleinen Gruppen entscheidet für sich, wann sie loszieht – das richtige Timing zum Aufbruch bestimmt damit auch über Leben oder Tod - verpasst man den Anschluss an die Herde, verliert man auch den Schutz, den sie bietet. Denn im Fluss warten hungrige Krokodile und hinter den Büschen lauern Raubtiere. Einzelgänger kommen hier nicht weit.