Eine turkmenische Hochzeit – Unterwegs in Irans Nordosten

DOK Sonntag

Eine turkmenische Hochzeit – Unterwegs in Irans Nordosten

In der turkmenischen Steppe im Norden Irans begleitet der Film ein junges Paar auf dem Weg in die Ehe. Für das einstige Nomadenvolk der Turkmenen ist die Hochzeit ein wichtiges Ereignis. Die tagelangen Zeremonien sind kein reines Privatvergnügen, sondern auch Kulturpolitik im Vielvölkerstaat Iran.

Wer einmal an einer traditionellen turkmenischen Hochzeit teilgenommen hat, für den wird dieses Erlebnis unvergesslich bleiben. Bei den Turkmenen gilt eine Hochzeit als das Fest der Feste, nur selten erlauben sie Außenstehenden Einblick in ihre faszinierenden Bräuche und Traditionen. Turkmenen heiraten und feiern am liebsten unter sich. Der Film begleitet Mahym Mirzaali und Karim Gorganlidavaji auf ihrem Weg in die Ehe, einem mehrtägigen Spektakel mit Tausenden von Gästen.

Für die Vermählung ihres einzigen Sohns hat die Familie Gorganlidavaji keine Kosten und Mühen gescheut. Doch die tagelangen Zeremonien, die Ringkämpfe, die Trachten, der Schmuck und die Musik sind kein reines Privatvergnügen, sondern auch Kulturpolitik. „Wir hüten das Vieh, trinken Tee und verheiraten unsere Kinder“ - besagt ein altes Sprichwort. Auch wenn die Turkmenen seit Beginn des 20. Jahrhunderts sesshaft geworden sind, versuchen sie, ihre Identität zu wahren.