Grand Tour der Schweiz: Von Zürich ins Berner Oberland (1/3)

DOK Sonntag

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Entlang der legendären Ferienstraße Grand Tour de Suisse reist die dreiteilige Dokumentationsreihe durch atemberaubende Natur und zu deren Anwohnern. Die erste Episode beginnt bei einer Bienenzüchterin auf den Dächern von Zürich und endet bei einem fahnenschwingenden Senn im Berner Oberland.

Zürich ist nicht nur die Stadt der Banken und Bäder, sondern auch der Bienen. «Dank der vielen Dachgärten ist Zürich für die fleissigen Tiere ein Schlaraffenland», weiss die junge Stadtimkerin Helena Greter. Am Ende des Zürichsees sammelt Astrid Nigg Kräuter und Blumen, um daraus Seife herzustellen – ganz ohne Konservierungsstoffe. Das einzige Gift, das sie fürchtet, ist Hektik. Wir begleiten die Toggenburgerin auf ihren Streifzügen durch die Bergwiesen und in ihrem Seifenlabor.

In Einsiedeln liegt der wichtigste Wallfahrtsort der Schweiz, denn die schwarze Madonna von Einsiedeln wird auch von Hindus oder Muslimen beschenkt, meist mit wertvollem Schmuck und Kleidern. Pater Lorenz zeigt uns in der Bibliothek des Klosters seinen Schatz: eine protestantische Bibel: «Auch die hat bei uns Platz. Denn wir sind offen.»

Die Route führt ins Berner Oberland zur Rotstückhütte auf über 2000 Metern. Hier ist das Reich von Luzia Gisler, die unter dem Schildhorn den Sommer über Wanderer beherbergt und bekocht. Versogt wird sie aus der Luft, der Helikopter kommt einmal die Woche mit Lebensmitteln.

Ein paar Hänge weiter macht Bauer Daniel Rubin und die Sennerin Lisette Kaufmann Raclette auf der Alp. Wenn er mal frei hat, schwingt er die Fahnen. Schliesslich hat er einen Titel zu verteidigen, er ist mehrfacher Landesmeister. Und sein kleiner Sohn Markus eifert ihm schon nach – Eiger, Mönch und Jungfrau immer fest im Blick.