Im Schatten des Tambora

DOK Sonntag

Welche Folgen hatte der Ausbruch des Tambora im fernen Indonesien für Graubünden, und mit welchen Strategien versuchten unsere Vorfahren, die Jahre im Schatten des Tambora zu überleben?

Es war der grösste Vulkan-Ausbruch der letzten 25'000 Jahre. Im April 1815 verbreitet sich die Asche, die der Tambora in Indonesien ausspuckt, in der ganzen Nordhemisphäre, verfinstert die Sonne und wirft einen Schatten auf die Erde. Das Weltklima kühlt sich um zwei Grad ab. 1816 herrscht überall in Europa kaltes und nasses Wetter. Im Kanton Graubünden gibt es keinen Monat ohne Schnee. Die Ernten sind überall schlecht. Es folgt eine enorme Teuerung und 1817 die grosse Hungersnot mit zahlreichen Toten im Jahre 1818.

In fiktiven Szenen veranschaulicht der Film den schwierigen Alltag während der Hungersnot. Historiker suchen, gestützt auf historische Quellen und bis anhin unbekannte Gerichtsdokumente, nach Antworten. Im Fokus steht das Schicksal der beiden armen Straftäter Onna Maria Beer und Romias Curschellas - beide stammten aus dem Tujetsch im Bündner Oberland, beide wurden wegen Mundraub zum Tode verurteilt.