Magische Gärten – Italien: Villa d'Este

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Der in Tivoli, nahe der italienischen Hauptstadt Rom, gelegene Garten der Villa d'Este diente als Vorbild für alle Renaissancegärten. Anlegen liess ihn im 16. Jahrhundert Kardinal Ippolito d'Este. Der Sprössling einer reichen Familie aus Ferrara wollte damit seine Macht und Bildung demonstrieren.

Der Garten wurde auf einem Hügel angelegt, auf dem die Villa thront. Die im Jahr 1550 begonnenen Arbeiten zogen sich über mehr als 20 Jahre hin. Im Laufe der Jahrhunderte verwilderte der Garten und ging allmählich vergessen.

Das änderte sich im 18. Jahrhundert, als Künstler den Garten wiederentdeckten. Sie begeisterten sich gerade für sein vernachlässigtes Aussehen und seine üppige Vegetation, die ihm einen romantischen Charakter verliehen. Der französische Maler Jean-Honoré Fragonard liess sich 1760 von dem Garten inspirieren, und Franz Liszt komponierte dort 1877 seine «Wasserspiele in der Villa d'Este». 1920 erwarb der italienische Staat den Garten und liess ihn aufwendig restaurieren.