Im Schatten des Everest – Vom Trauma zum Traum (Teil 1)

Es ist die Geschichte eines jungen Paares: von Norbu Sherpa, der sieben mal auf dem Gipfel des Everest stand und der Schweizer Anwältin Andrea Zimmermann. Gemeinsam wollen sie den Everest besteigen. Als Nepal aber im April 2015 von einem Erdbeben erschüttert wird, beginnen sie stattdessen zu helfen.

Ein Film von Frank Senn und Otto C. Honegger

Wir treffen Norbu und Andrea in der Hauptstadt Kathmandu. Die Beiden haben inzwischen geheiratet und im Frühjahr 2016 doch noch den Everest erklommen. Wir erleben ihre erfolgreiche Gipfelbesteigung und sie zeigen uns die Bilder ihrer Hochzeit – einer traditionellen Sherpahochzeit und reflektieren über eine Beziehung, die sie immer wieder vor neue Herausforderungen stellt.

«Never give up» lautet ihr Motto. Sie bauen ihre Trekkingagentur auf, wie auch ihr Hilswerk «Butterfly Help Project». Mit diesem planen sie, in einem abgelegenen Winkel Nepals, eine Schule aufzubauen.

In der ersten Folge gehen Norbu und Andrea 18 Monate nach dem Erdbeben zurück an die Wirkungsstätte ihrer Nahrungsmittelhilfe. Wir erleben dabei mit ihren Augen, wie sich das Land langsam wieder erhebt und reisen mit ihnen ins Zentrum des Sherpalandes, am Fuss des Mount Everest.Die Beiden begegnen auf ihrer Reise Leuten, denen es gut geht und vielen anderen, die immer noch in Blechhütten hausen, vergessen von der Regierung. Dabei zeigt sich deutlich: Wer im Schatten des Everest wohnt, der profitiert von den Touristen aus aller Welt, die einmal in ihrem Leben den höchsten Berg der Welt erblicken wollen.

Gleichzeitig treiben Norbu und Andrea aber auch den Aufbau ihrer Schule in Leptung voran, einer Gegend, weit weg vom Everest. Sie bieten Freiwillige aus der Schweiz auf, um beim Aufbau zu helfen, doch die vorfabrizierten Teile hängen irgendwo zwischen Kolkata und Kathmandu fest. Norbu und Andrea haben Hindernisse zu überwinden, welche die nepalesische Regierung Helfern aus aller Welt in den Weg legt. Dabei wird auch ersichtlich, warum bis heute viele Hilfsgelder noch immer nicht zu den bedürftigen Leuten gelangten.

Hier kommen Sie zum zweiten Teil der Serie.

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