Mutter geht nach Indien - Reise in ein neues Leben

Mit 60 Jahren steht Esther Frigg unvermittelt an einem Abgrund. Nach einer mystischen Begegnung im Himalaya droht der dreifachen Mutter und Ehefrau der seelische Absturz. In der Folge entschliesst sie sich, ihrer Familie den Rücken zu kehren, um in Indien nach dem verlorenen Glück zu suchen.

Ein Film von Daniel Stadelmann

Jahrzehntelang führt Esther Frigg in Chur ein unauffälliges, bürgerliches Leben. Die dreifache Mutter kümmert sich um ihre Kinder, arbeitet Teilzeit und erklimmt mit ihrem Mann, mit dem sie seit 35 Jahren verheiratet ist, Berggipfel in aller Welt. Als Esther Frigg das erste Mal ohne ihren Mann eine Reise unternimmt, kommt sie völlig verändert zurück.

Eine kurze Begegnung mit einem Orakel im indischen Hochland reicht, um ihr ganzes bisheriges Leben in Frage zu stellen.

Esther Frigg weint immer wieder, ein ganzes Jahr lang. Währenddessen wächst in ihrem Herzen die Liebe zu einem jungen Inder heran, den sie auf der gleichen Reise kennen gelernt hatte. Esther entschliesst sich zu einem radikalen Schritt: Sie kehrt der Schweiz und ihrer Familie den Rücken und wandert nach Indien aus. Es wird eine Reise in ihr Innerstes. Entstanden ist ein berührender Film über Abschied, Neuanfang und die Suche nach Sinn im Leben.

Drei Jahre später reist ihr Mann, von dem sich Esther inzwischen hat scheiden lassen, nach Indien nach, um sie zurückzuholen. Währenddessen Esthers Sohn, ein Psychiater, zu zweifeln beginnt, ob seine Mutter ihr Lebensglück am richtigen Ort sucht.

SRF-Reporter Daniel Stadelmann hat Esther Frigg und ihre Familie während mehr als drei Jahren mit der Kamera begleitet. Sein Film «Mutter geht nach Indien» ist nicht nur eine Schicksals-Geschichte, sondern eine Parabel über das Unterwegs-Sein im Leben und die Suche nach Sinn und Liebe.