Peter Amacher – Strahler und Geologe

Wenn man sich durch ein 57 Kilometer langes Bergmassiv bohrt, ist die Chance gross, auch mal auf verborgene Schätze zu stossen. Auf Kristalle in ihrer reinsten Form, wie sie nur tief unter der Erdoberfläche zu finden sind. Diesen Schatz für den Kanton Uri sicher zu stellen, war Amachers Aufgabe.

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«Ich war 3500 mal im Tunnel.»

4:23 min, vom 17.5.2016

Bei insgesamt 28 Millionen Tonnen Ausbruchmaterial erscheint die Menge an wertvollen Kristallen, wie die berühmte Nadel im Heuhaufen. Doch auf genau diese hat es der Strahler Peter Amacher seit jeher abgesehen. In seinem Haus unter der Bahnbrücke in Amsteg zieren verschiedenste wertvolle Kristalle seine hauseigene Mineraliensammlung. Trophäen von unzähligen Wanderungen und Suchaktionen.

Der gelernte Geologe wurde während der Bauphase des Gotthard-Basistunnels für den Tunnelabschnitt Amsteg-Sedrun vom Kanton in offizieller Mission auf Schatzsuche geschickt. Denn als Kulturgut sollte der Bergkristall seinen Weg in ein Museum finden und nicht in den Taschen der Mineure verschwinden.

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Amacher war deshalb in gewisser Weise auch Polizist, der auf die Aufrichtigkeit der Tunnelbauer zählte. Auch wenn das Einsammeln der wertvollen Kristalle sehr verlockend war, den Mineuren war es streng untersagt, diese zu bergen. Die meisten hielten sich daran und alarmierten Amacher, wenn sie auf eine vielversprechende Kluft gestossen waren. Doch oft benötigt es das geschulte Auge eines Strahlers, um die Mineralien überhaupt zu entdecken. So machte sich Peter Amacher zum grössten Teil auch ohne Alarm auf Schatzsuche in den Tunnel.

3500 mal war der Einheimische insgesamt im Tunnel. Stets im Ungewissen, was an der sogenannten Tunnelbrust auf ihn wartet.