Starbucks ungefiltert

  • Mittwoch, 9. Januar 2019, 20:50 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 9. Januar 2019, 20:50 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 10. Januar 2019, 1:50 Uhr, SRF 1
    • Montag, 14. Januar 2019, 11:15 Uhr, SRF 1
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Die international tätige Starbucks Coffee Company ist mit 28.000 Cafés in 75 Ländern zu einem Symbol der Globalisierung geworden. Gilles Bovon und Luc Hermann haben genauer untersucht, welche Strategien hinter dem Erfolg von Starbucks stehen.

Ein Film von Luc Hermann und Gilles Bovon

Der Milliardenkonzern wirbt mit verantwortungsvollem Anbau und Einkauf, mit Vielfalt und Gleichberechtigung.Ein gutes Image, clever vermarktet.Die Autoren blicken auch in die Geschichte des Unternehmens.

Gedacht war es nämlich anders: Ursprünglich sollte Starbucks ein Statement gegen Konsum darstellen – ganz im Sinne der amerikanischen Hippie-Kultur der 60er und 70er Jahre. Seattle war damals ein Zentrum dieser Gegenkultur und dort entstand Starbucks.

Doch Starbucks hat aus dem Alltagsgetränk Kaffee ein weltweit beliebtes Lifestyle-Produkt gemacht, für welches die Kunden auch gerne tiefer in die Tasche greifen.

Der Gründer Howard Schultz schuf ein Imperium, das zu einem der grossen Symbole der Globalisierung wurde und Millionen Kunden an sich bindet.

Die gewaltige Marketingmaschinerie basiert auf sozialem Engagement und humanistischen Leitbildern ebenso wie auf der Betonung von Spitzenqualität und Verantwortungsbewusstsein den Kaffeeerzeugern und der Umwelt gegenüber. Starbucks, so heisst es, will seinen Kunden qualitativ hochwertigen Kaffee anbieten und dabei helfen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Hinter dem riesigen Erfolg verbirgt sich jedoch eine etwas grauere Realität, die dem Unternehmen auch Kritik einbrachte. Dazu zählen das Rentabilitätsstreben, der damit einhergehende Druck auf die Mitarbeiter, der Verkauf von Fast-Food-Produkten, ein umstrittenes Kaffee-Label und nicht zuletzt auch die von der EU scharf kritisierte Steueroptimierungsstrategie.

Gleichzeitig engagiert sich der Konzern für die Gesundheit und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Zum Repertoire der Marke gehören auch symbolische Gesten wie die Unterstützung von gleichgeschlechtlichen Ehen, die Aufforderung zur Wahlbeteiligung, die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung und Kriegsveteranen sowie das Versprechen, 10.000 Flüchtlinge einzustellen.

Die Analyse von Gilles Bovon und Luc Hermann zeigt, mit welch geschickter Strategie Starbucks zur Marke wurde, die sie heute ist. Starbucks ungefiltert.

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