zum Beispiel Neftenbach – Die Flüchtlinge und wir

  • Donnerstag, 8. September 2016, 20:05 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 8. September 2016, 20:05 Uhr, SRF 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 8. September 2016, 2:15 Uhr, SRF 1
    • Donnerstag, 8. September 2016, 11:15 Uhr, SRF 1

Kein Tag ohne neue Schlagzeile: «Flüchtlinge als Terroristen!» «Die Asylkosten treiben die Gemeinden in den Bankrott!» Wie aber sieht der Alltag wirklich aus: Lassen sich die neuen Nachbarn in Gesellschaft und Arbeitsmarkt integrieren? Und wie viel kostet das?

Ein Film von Karin Bauer

Zum Beispiel Siamand, 17 Jahre alt aus Syrien: Er lebt seit drei Jahren als anerkannter Flüchtling in der Schweiz. In der Schule bemüht er sich zu wenig. Plötzlich ändert Siamand sein Profil auf WhatsApp. Sein Bild zeigt jetzt einen Mann mit einem blutigen Messer und einem bedrohlichen Text. Was tun?

Zum Beispiel Semhar, 24 Jahre alt aus Eritrea: Die anerkannte Flüchtlingsfrau lebt seit 1,5 Jahren in der Schweiz, aber sie spricht kein Wort Deutsch. Deutschkurse will sie nicht besuchen, weil sie ihr Baby alleine erziehen muss. Auf das Asylgesuch des eritreischen Vaters des Kindes ist die Schweiz gar nicht erst eingetreten. Was ist mit unseren Gesetzen los?

Urs Wuffli: 62 Jahre alt, Sozialvorstand von Neftenbach im Kanton Zürich. Der pensionierte Fluglotse ist erst seit zwei Jahren im Amt. Er heisst die Flüchtlinge willkommen, aber er fordert sie auch. Schafft es der Asylchef, die 55 neuen Nachbarn zu integrieren, und wenn ja: Zu welchem Preis?

Karin Bauer ist in den Mikrokosmos von Neftenbach getaucht und hat den Puls des Landes gespürt: Die einen wollen helfen, die andern die Grenzen schliessen. Das Thema Asyl ist verpolitisiert, entweder ist man ein sogenannter Gutmensch oder ein Hardliner. Dieser Film will mit Kategorisierungen brechen. «zum Beispiel Neftenbach» zeigt ein ungeschminktes Bild vom Umgang mit den Flüchtlingen. Er zeigt die Probleme auf, diskutiert aber auch Lösungsansätze.

Autorin: Karin Bauer
Kamera: Frank Messmer
Schnitt: Brigitte Eschenmoser
Musik: Martin Villiger
Produktionsverantwortung: Monika Zingg
Redaktion: Belinda Sallin
Leitung: Marius Born

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