Vom Schwarzwald in Süddeutschland bis nach Linz in Österreich

Hoch oben im Schwarzwald beginnt die Reise von Werner van Gent. An der Martinskapelle bei Furtwangen liegt das Quellgebiet der Breg. Sie ist der längste Zufluss der Donau und wird daher von vielen als die eigentliche Quelle betrachtet.

Von hier aus bahnt sich das Wasser seinen Weg nach Osten: 2888 Kilometer sind es bis zum Donaudelta. Bei Immendingen kann in den Sommermonaten ein einmaliges Naturphänomen beobachtet werden: Die Donauversickerung. Durchschnittlich 150 Tage im Jahr versickert der Fluss komplett im Karstgestein. Welchen Weg das Wasser dabei genau nimmt, damit beschäftigt sich seit vielen Jahren eine Gruppe von Höhlenforschern. In Handarbeit haben sie einen fast hundert Meter tiefen Schacht gegraben, um dem Verschwinden des Wassers auf den Grund zu gehen. Werner van Gent begleitet die Hobbyforscher auf eine abenteuerliche Expedition in das Innere des Karstgebirges.

In Ulm - 130 Kilometer flussabwärts - ist die Donau Schauplatz eines feuchtfröhlichen Festes. «Nabada» heisst das Spektakel, das Jahr für Jahr zehntausende Zuschauer anzieht. Fasnacht mitten im Sommer. Und das auf der 16 Grad kalten Donau.

Das Kloster Weltenburg

Wie wichtig Traditionen an der Donau sind zeigt sich auch in Bayern. In der Nähe des Donaudurchbruchs bei Kelheim liegt das Kloster Weltenburg. Das Benediktinerkloster mit seiner über 1000jährigen Geschichte ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Erste Anlaufstelle der Besucher ist die Klosterschenke. Vor allem im Sommer fliesst dort das Bier hektoliterweise. Hinter den Klostermauern trifft man jedoch auf eine ganz andere Welt. Zehn Mönche und ein Abt leben hier nach den strengen Regeln des heiligen Benedikts. Abt Thomas Maria Freihart gewährt Werner van Gent einen exklusiven Einblick in den Alltag im Konvent.

Bei Kelheim mündet auch der Main-Donau-Kanal in den Fluss. Ab hier ist die Donau Teil einer Wasserstrasse von Rotterdam bis zum Schwarzen Meer. Frachtschiffe prägen nun das Bild der Donau, wie das von Kapitän Otto Stürzer. Er kennt jeden Meter bis hinunter ins Delta. Seit knapp 30 Jahren ist er auf der Donau unterwegs. «Ein Traumjob», sagt er, obwohl seine erste Ehe gescheitert ist, weil er die meiste Zeit auf der Donau verbrachte und kaum zu Hause war.

Unterwegs auf dem Donauradweg

In Passau wechselt Werner van Gent das Verkehrsmittel. Mit dem Fahrrad macht er sich auf nach Wien. Die 300 Kilometer lange Strecke gilt als einer der schönsten Velowege Europas. Die Fahrt geht über die grüne Grenze nach Österreich, vorbei an der Schlögener Schlinge bis nach Linz. Dort trifft das Fernsehteam auf Franz Wiesmayr. Der 31jährige ist Berufsfischer in dritter Generation, lebt aber bescheidener als Grossvater und Vater, die sich noch über volle Netze freuen konnten. In der Donau gibt es aufgrund der massiven Donauregulierung immer weniger Fische.