«Ab i Gaggo»

Kakaobäume brauchen Schatten. In der brasilianischen Kakaoregion Bahia wachsen sie unter riesigen Urwaldbäumen. Diese Anbaumethode ist für Brasilien typisch, sie heisst Cabruca.

Farmer in Südamerika erntet eine Kakaofrucht.
Bildlegende: Farmer in Südamerika erntet eine Kakaofrucht. Keystone

Im brasilianischen Bundesstaat Bahia bauen über 40 Kakaopflanzer biologischen Kakao im traditionellen Cabruca-System an. Sie sind in der Kooperative Cabruca organisiert.

Seit zwölf Jahren lebt Roland Müller mit seiner Frau im atlantischen Regenwaldgebiet und produziert Kakao in Bioqualität. Er erzählt, wie er den Wald gleichzeitig schützt und nutzt.

Im Frühling und im Herbst gibt es alle drei Wochen eine Kakaoernte. Im «Doppelpunkt» erfahren Sie, wie die Kakaofrüchte geschnitten, sortiert, aufgebrochen, fermentiert und getrocknet werden, alles in Handarbeit.

Der Kakao verwöhnt uns nicht nur mit seinen Aromen, seine Früchte sind schön zum Ansehen, und der Kakao macht Musik: das Singen des Kakaoschneiders und das Rollen der Früchte in den dick gepolsterten Urwaldschoss, die Klänge und Rhythmen, die beim Aufbrechen der Schale der Früchte entstehen und das leise Knacken, das anzeigt, dass die Kakaobohnen trocken sind.

Roland Müller erzählt von den Freuden und Leiden eines Kakaobauers, der mit einer hartnäckigen Pilzkrankheit der Kakaobäume kämpft und dennoch qualitativ hochstehenden Kakao herstellt.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Yvonn Scherrer