«Als mein Kind geboren wurde, war ich sehr traurig.» (1/2)

Vor 50 Jahren setzten die USA im Vietnam-Krieg Pflanzengifte als Waffe ein. «Doppelpunkt» wiederholt eine preisgekrönte Sendung über die Spätfolgen des Chemiewaffeneinsatzes in Vietnam.

Dieses Neugeborene kann seine Augenlieder nicht öffnen. Bis heute sind die Spätfolgen des Chemiewaffeneinsatzes in Vietnam noch spürbar.
Bildlegende: Dieses Neugeborene kann seine Augenlieder nicht öffnen. Bis heute sind die Spätfolgen des Chemiewaffeneinsatzes in Vietnam noch spürbar. keystone

Ein Krieg hat immer einen Anfang. Aber kein Ende. Er lässt häufig über Generationen innere und äussere Zerstörungen und viel Leid zurück. - Im letzten Vietnamkrieg (1961-1975) führten die USA zusammen mit ihren südvietnamesischen Verbündeten Krieg gegen den Kommunismus.

Über zwei Millionen Menschen verloren ihr Leben. Es war auch ein Krieg mit Chemiewaffen. Zehn Jahre lang liessen nämlich die Amerikaner Pflanzengifte über Südvietnam regnen. Darunter das hochgiftige, dioxinhaltige Agent Orange. Heute, 36 Jahre nach Kriegsende, leiden laut dem vietnamesischen Roten Kreuz noch immer Hunderttausende von Menschen an den Spätfolgen.

Am kommenden 10. August werden es genau 50 Jahre her sein, seit die USA erstmals Agent Orange einsetzten. Aus diesem Anlass wiederholt DRS1 zwei preisgekrönte Features aus dem Jahre 2000 von Peter Jaeggi. Sie erzählen auf eindrückliche Weise über die Spätfolgen des grössten Menschenversuches in der Geschichte der Chemie.

2. Teil: Donnerstag, 11. August 2011, 20.00 Uhr

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Peter Jaeggi