Der Radio-Welti

Arthur Welti war Radiopionier. Die Geschichte des Radios ist eng mit ihm verbunden. 1933 trat er die neu geschaffene Stelle bei Radio Zürich an. Fast drei Jahrzehnte lang brachte er das Geschehen von draussen in die gute Stube. Der «Doppelpunkt» steigt ins Archiv.

Arthur Welti am Ziel eines Skirennens als junger Reporter
Bildlegende: Arthur Welti reportiert 1935 live von den Akademischen Winterspielen in St. Moritz Histo-Datenbank SRF

Für viele war er ganz einfach der «Radio-Welti»: Arthur Welti schöpfte die damaligen Möglichkeiten des Radios voll aus. Er war ein talentierter Reporter: Spontan, natürlich, locker und mit Humor berichtete er über ausserordentliche Ereignisse. Er war aber auch Ansager, Hörspielautor und -regisseur, zum Beispiel beim Strassenfeger «Polizist Wäckerli». 

Kaum einer hat sich mit seinem Job so identifiziert wie er. Seine spätere Arbeitskollegin Elisabeth Schnell sagt es so: «Man hat das Gefühl, nur für ihn sei das Radio erfunden worden.»

Perlen aus dem Archiv

Die Sendung «Doppelpunkt» steigt ins Archiv und bringt Radioperlen zum Vorschein. Zum Beispiel Weltis Interview mit einer Titanic-Überlebenden oder die Reportage einer Sesselbahneröffnung in Pontresina.

Die ehemalige Radiofrau Elisabeth Schnell erzählt, was ihr Arthur Welti beigebracht hat. Sohn Philippe Welti erinnert sich an Besuche bei seinem Vater im Radiostudio. Der Historiker Ruedi Müller erklärt, warum Weltis Reportagen von so grosser Bedeutung sind.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Susanne Sturzenegger