«Es mönschelet»

Jeder Mensch hat einen unverwechselbaren Eigengeruch. Doch weil wir uns ständig in der Nase haben, riechen wir uns kaum. Unser Eigengeruch ist jedoch viel wichtiger und aussagekräftiger, als uns das bewusst ist.

Wo sich viele Menschen auf engem Raum drängen, fallen Körpergerüche besonders auf: Besucher am Paleo Festival Nyon (2011).
Bildlegende: Wo sich viele Menschen auf engem Raum drängen, fallen Körpergerüche besonders auf: Besucher am Paleo Festival Nyon (2011). Keystone

Der Duft eines Menschen ist genetisch bedingt. Menschen, deren Gene ähnlich sind, haben auch einen ähnlichen Geruch. Neugeborene erkennen ihre Eltern nicht am Gesicht, auch nicht an der Stimme, sondern an ihrem Duft.

Männer riechen intensiver als Frauen, und im Verlauf des Lebens verändert sich der Körpergeruch des Menschen. Der individuelle Geruch wird ständig mit anderen Gerüchen vermischt: mit Gerüchen aus der Nahrung und aus unserem Schweiss.

Der Eigengeruch spielt bei der Partnerwahl insbesondere bei Frauen eine grosse Rolle. Nicht nur unsere Nasen werden von attraktiven Düften des anderen Geschlechts angezogen. Auch Spermien folgen einem Duft, um die Eizelle finden zu können. Das weibliche Ei sendet einen Maiglöckchenduft aus, dem die Spermien folgen. Nicht nur die Nase kann riechen, sondern auch unsere Haut und die Spermien.

Autor/in: Yvonn Scherrer