Fisch aus der Schweiz für die Schweiz

Wir Schweizerinnen und Schweizer essen gerne und viel Fisch. Doch von 100 verspeisten Fischen kommen nur gerade fünf aus der Schweiz. Neue, innovative Fischzuchtprojekte sind in Planung.

Fischzucht in der Höhe: Dachfarm in Basel.
Bildlegende: Fischzucht in der Höhe: Dachfarm in Basel. SRF

Auf dem Dach eines Rangierlokdepots in Basel läuft seit einem halben Jahr ein Pilotprojekt. In der Dachfarm wachsen Fische und Pflanzen.

Bakterien wandeln das Ammonium, das die Fische ausscheiden, in Nitrat um. Dieser Dünger nährt die Pflanzen, die auf einem Steinwolleblock ins Fischwasser eingepflanzt sind. Die Pflanzen reinigen das Fischwasser, das nachher wieder in die Fischbecken gepumpt wird.

Auf diese Weise lässt sich Wasser sparen und die Nährstoffe aus dem Fischkot lassen sich verwerten. Die Betreiber der Dachfarm bringen wöchentlich frischen Fisch per E-Bike zu ihren Kunden.

Nachhaltigkeit ist bei vielen innovativen Fischzuchtprojekten in der Schweiz ein wichtiges Thema. Die meisten wollen den Energiebedarf für die Zucht aus Abwärme und Sonnenenergie decken. Ausserdem schmeckt frischer Fisch, der schnell beim Kunden ist, besser als weit Gereister.

Eine weitere wichtige Neuerung in der Schweiz sind geschlossene Anlagen. Ein Beispiel dafür ist die geplante Shrimps-Zucht.

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Selbstversorger und Stadtfarmer

0:55 min, aus 10vor10 vom 29.7.2011

Moderation: Joëlle Beeler, Redaktion: Yvonn Scherrer