Fukushimas lange Schatten

Vor neun Monaten hat sich im japanischen Atomkraftwerk Fukushima eine nukleare Katastrophe ereignet - mit unermesslichem menschlichem Leid. Die Bewältigung des GAUs wird noch Jahrzehnte dauern - und Dutzende von Milliarden Franken kosten.

13. März 2011: Die Katastrophe der Atomanalge in Fukushima.
Bildlegende: 13. März 2011: Die Katastrophe der Atomanalge in Fukushima. reuters

Fukushima hat die Welt grundlegend verändert. Das Undenkbare ist geschehen: Kaum jemand hätte damit gerechnet, dass es ausgerechnet in einem hochindustrialisierten Land wie Japan in einer ganzen Reihe von Reaktoren zur Kernschmelze kommen könnte.

Nach der Katastrophe mussten rund 80'000 Menschen aus der Strahlenzone rund um das AKW fliehen. Ihre Zukunft ist auch heute noch ungewiss. Eine Rückkehr kommt nicht in Frage - und im übrigen Japan werden diese Menschen oft stigmatisiert.

Seit dem GAU in Fukushima hat in Japan eine öffentliche Diskussion über die Atomenergie eingesetzt, von der das Land seit Jahrzehnten einseitig abhängig ist. Eine Anti-Atombewegung hat sich formiert. Und auch in der Wirtschaft mehren sich die Stimmen, die alternative Energieträger fordern.

Moderation: Stefan Kohler, Redaktion: Felix Münger