Grüner Sport – ökologische Nachhaltigkeit an Laufevents

Die Schweiz rennt. Man schätzt, dass etwa 400‘000 Schweizerinnen und Schweizer an den unzähligen Laufanlässen teilnehmen. Doch viele Menschen hinterlassen auch viel Dreck. Grossanlässe sind per se nicht ökologisch - deshalb müssen sie sich ökologisch verhalten.

Sportler rennen an einem Laufanlass.
Bildlegende: Viele Leute hinterlassen viel Abfall. Stefan Locher

Der Kerzerslauf ist nicht nur das «Swiss Season Opening», der erste grosse Lauf der Saison, sondern auch der Vorreiter in Sachen ökologischer Nachhaltigkeit. Als erster und einziger Laufanlass wurde der Lauf im Freiburger Seeland mit der ISO-Norm 20121 zertifiziert. Das heisst, der Anlass erfüllt die internationalen Anforderungen für ein nachhaltiges Veranstaltungsmanagement.

«Wir hinterlassen das Areal sauberer als vor dem Lauf»

«Wir engagieren uns mit verschiedenen Massnahmen für die Umwelt», sagt Jakob Etter. Er ist am Kerzerslauf verantwortlich für Qualität und Umwelt. «Wir trennen unseren Abfall vor Ort in ein bis zwei Tonnen brennbaren und eine halbe Tonne kompostierbaren Abfall.» Dafür habe der Kerzerslauf über die letzten Jahre ein funktionierendes Abfallkonzept erarbeitet.

«Wir hinterlassen das ganze Areal inklusive Naturschutzgebiet, durch das der Lauf führt, sauberer als wir es vor dem Lauf antreffen», sagt Jakob Etter. Ausserdem biete der Kerzerslauf eine vergünstigte oder gar kostenlose ÖV-Anfahrt zum Lauf an und beziehe von den individuell Anreisenden einen Umweltbeitrag von fünf Franken, so Etter weiter.

Mobilität und Abfallentsorgung sind zentral

«Wir begrüssen Tools wie Umweltzertifikate und Managementsysteme», sagt Samuel Wyttenbach von Swiss Olympic. «Wir sind jedoch der Überzeugung, dass es für einen Grossteil der Schweizer Sportanlässe reicht, wenn sie sich mit den wichtigsten Themen frühzeitig auseinandersetzen und Verbesserungsmassnahmen konsequent umsetzen.»

Dabei seien Mobilität und Abfallentsorgung zentral, so Wyttenbach: «Macht sich ein Veranstalter etwa im Bereich Mobilität, also der An- und Abreise der Läufer und Zuschauer gute Überlegungen, kann er seinen ökologischen Fussabdruck bereits um 80 Prozent verkleinern.» Verbesserungsmassnahmen finden Sportanlässe auf ecosport.ch, einer Plattform von Swiss Olympic.

Redaktion: Brigitte Wenger