Kaufen mit Hirn?

«Neuromarketing» heisst ein neuzeitliches Zauberwort. Mit Hilfe von Gehirnscans versuchen Hirnforscher und Marketing-Experten im Gehirn des Kunden Gefühle zu verorten, die uns beim Kaufentscheid beeinflussen.

Wer also beim Anblick einer Coca Cola-Flasche eine starke Aktivität im Hirn hat, reagiert positiv auf die Marke. So mindestens die Interpretation der Marketing-Experten.

Grosse Internationale Firmen investieren Millionen ins Neuromarketing in der Hoffnung, das grosse Geheimnis der Entscheidungsfindung beim Kauf zu entschlüsseln, um den Kunden ihre Produkte noch gezielter anbieten zu können.

Der Neurowissenschaftler Prof. Lutz Jäncke vom Psychologischen Institut der Uni Zürich hingegen hält «Neuromarketing» für nichts weiter als einen Hype und geht sogar soweit zu sagen, dass Hirnforschung fürs Marketing die gänzlich falsche Methode ist, weil aus der Hirnaktivität auf den Scans voreilige und falschen Schlüsse gezogen werden.

«Kaufen mit Hirn» - Doppelpunkt setzt ein Fragezeichen und sucht bei Marketing-Gurus und Wissenschaftler Antworten auf die Frage: kaufen wir wirklich mit Hirn?