Lehrkräfte verzweifelt gesucht

Eine Schulklasse sucht per Anzeige in der Gratiszeitung eine Klassenlehrerin, eine Gemeinde verspricht 3000.- Belohnung für die Person, die eine Lehrkraft auftreiben kann und Banker oder Dachdecker bewerben sich auf Klassenlehrerstellen: Der Lehrermangel ist akut.

Das alte Schuljahr ist eben zu Ende gegangen oder wird in diesen Tagen zu Ende gehen. Noch wissen etliche Schulleiter in der deutschen Schweiz nicht, mit wem sie die offenen Stellen nach den Ferien besetzen sollen. Der Markt ist ausgetrocknet. Schon heute unterrichten vereinzelt auch schon mal Schneiderinnen, Hauswarte oder Physiotherapeuten Klassen in Werken oder Turnen.

Was ist zu tun? Bringen Kurzlehrgänge für Quereinsteiger die Entlastung? Halten die Pädagogischen Hochschulen mit ihrem Bestreben, akademisch mit den Universitäten mithalten zu können zu viele junge Leute vom Lehrberuf ab? Schaffen Lohnerhöhungen den nötigen Anreiz, den ehemals beliebten Beruf zu ergreifen?

Es diskutieren:

  • Jolanda Buri, Primarlehrerin Röthenbach i.E.
  • Karl Wyss, Schulleiter Schule Obstgarten Stäfa
  • Willi Stadelmann, Direktor Pädagogische Hochschule Zentralschweiz
  • Anton Strittmatter, Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer

Autor/in: Christine Hubacher