Mein Vater könnte mein Opa sein: Späte Väter

In der Schweiz wird heute rund jede zweite Ehe geschieden. Viele gehen nach einer Trennung wieder neue Beziehungen ein. Und immer öfter gründen Männer mit einer jüngeren Partnerin nochmals eine Familie und werden nochmals Väter.

Peter Urech aus Burgdorf mit seiner Zweitfamilie: Ehefrau Annemarie und die Töchter Lisa und Anna
Bildlegende: Peter Urech aus Burgdorf mit seiner Zweitfamilie: Ehefrau Annemarie und die Töchter Lisa und Anna srf

Die Zahl der Männer, die mit über 50-ig nochmals Väter werden, hat sich in den letzten drei Jahrzehnten praktisch verdreifacht.

Bei jedem 20. Neugeborenen ist der Vater heute über 50 Jahre alt. Doch dieses späte Vatersein hat Sonnen- und Schattenseiten. Neue Untersuchungen haben zum Beispiel an den Tag gebracht, dass Männer über 40 Jahren ein genauso erhöhtes Risiko haben, behinderte Kinder zu zeugen, wie ältere Mütter.

Kinder im höheren Alter erlauben es den Vätern aber oft auch, mehr Zeit für diese Kinder zu haben und das Aufwachsen ihrer Kinder bewusster zu erleben. Weil sie den Karrierestress meist bereits hinter sich haben.

Im «Doppelpunkt» erzählen Väter, Mütter und Kinder aus Erst- und Zweitfamilien von ihren Erfahrungen. Fachleute wie Psychologen, ein Schulpsychologe, ein Kinderarzt und eine Genetikerin ordnen ein.

Redaktion: Christine Schulthess