Mord und Totschlag

Mord und Totschlag - häufig werden die beiden Delikte gegen Leib und Leben in einem Atemzug genannt, längst sind sie zum geflügelten Wort geworden.

Doch das Duo Mord und Totschlag ist eigentlich ein Trio. Die vorsätzliche Tötung ist nach dem schweizerischen Strafgesetzbuch nämlich der Grundtatbestand und ist in beiden Delikten, im  Mord und im Totschag, enthalten. 

Bei der gerichtlichen Beurteilung eines Delikts ist privilegiert, wer in entschuldbarer Erregung oder unter grosser seelischer Belastung einen Menschen umbringt und damit einen Totschlag begangen hat. Der Mord ist im Gegensatz dazu eine der schwersten Straftaten, die das Strafgesetzbuch kennt.

Was steckt genau hinter den Tatbeständen, welche es seit Menschengedenken gibt? Ein pensionierter Strafrichter, der in seiner Karriere mehr als 40 Tötungsdelikte beurteilt hat, nimmt die Abgrenzung zwischen Mord und Totschlag vor und erzählt aus seiner Praxis.

Ein Gerichtspsychiater, der in mehr als 300 Fällen Täter begutachtet hat, verrät, ob in uns allen ein Mörder steckt. Ausserdem erklärt er, wie Angeschuldigte begutachtet werden, und warum wir uns immer wieder Krimis ansehen und das Gruseln dabei offenbar geniessen.

Und ein Theologe zeigt auf, warum es in der Bibel nicht nur in der Geschichte von Kain, der seinen Bruder Abel erschlagen hat, mordsmässig zu und her geht. Dabei heisst es doch in den zehn Geboten: «Du sollst nicht töten».

Moderation: Regi Sager, Redaktion: Regula Zehnder