Sportstadien - ein Trauerspiel?

«Fussballtraum geplatzt» - «Die sollen es diesmal selber richten» - «Vom hohen Ross gefallen». So tönt es aus dem Blätterwald, wenn es um das St. Galler Fussballstadion geht.

Kaum gebaut und eingeweiht, fehlt das Geld an allen Ecken und Enden. Das Stadtparlament lehnte vor ein paar Tagen einen Rettungsplan ab. Dem FC St. Gallen, ältester Fussballklub der Schweiz, droht das Aus - beziehungsweise der Abstieg in die Amateurliga.

St. Gallen ist nur ein Beispiel. In Genf musste Servette einen ähnlichen Weg gehen.

Nun stellen sich Fragen: Wieso stossen Stadionbauer in der Schweiz auf Opposition? Steht eine Stadt, ein Kanton in der Pflicht, ins Schleudern geratene Sportarenen finanziell zu unterstützen? Muss der Steuerzahler dafür in die Tasche greifen? Ist es dringend notwendig, dass eine Stadt wie Zürich tatsächlich ein «richtiges» Fussball- oder Eishockey-Stadion hat ? Was heisst es, wenn ein schmuckes, teures Stadion einen Klub zum absoluten sportlichen Erfolg verdammt? Was passiert, wenn sich dieser Erfolg nicht einstellt?

Gäste sind:

  • Willi Haag, Regierungspräsident Kanton St. Gallen 
  • Peter Zahner, CEO ZSC Lions
  • Roland Staerkle, Verwaltungsratspräsident EV Zug Sport AG

Moderation: Riccarda Simonett, Redaktion: Barbara Bürer