Tschernobyl: Als der Alptraum real wurde

Vor 25 Jahren, am 26. April 1986, explodierte der Reaktor im Block vier des sowjetischen Kernkraftwerks Tschernobyl. Der Gau gilt heute als die grösste Technologie-Katastrophe überhaupt. Sie hat seit den Störfällen in Japan wieder beklemmend an Aktualität gewonnen.

Tschernobyl Anfang April 2011: Im Hintergrund der Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl, eingefasst in den Sarkophag aus Stahl und Beton.
Bildlegende: Tschernobyl Anfang April 2011: Im Hintergrund der Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl, eingefasst in den Sarkophag aus Stahl und Beton. Reuters

«Doppelpunkt» erzählt die Geschichte von Tschernobyl, fragt nach den Ursachen der Katastrophe und beleuchtet die bis heute nachwirkenden und noch immer nicht abschätzbaren Folgen für die betroffene Bevölkerung. Zeitzeugen aus der Ukraine erinnern sich, wie sie damals das bis anhin Undenkbare erlebten.

Zu Wort kommen auch Verantwortungsträger in der Schweiz: Der damalige Energieminister Leon Schlumpf erklärt, wie schwierig es war, der unsichtbaren Gefahr der Radioaktivität adäquat zu begegnen. Zum einen herrschte noch Kalter Krieg und die Informationen aus der Sowjetunion flossen spärlich. Zum anderen hatte der Krisenstab des Bundes keinerlei Erfahrung mit vergleichbaren Situationen.

Autor/in: Felix Münger