Von Guantánamo in die Schweiz?

Ehemalige Guantánamo-Häftlinge sollen in der Schweiz eine neue Heimat finden. Die mögliche Aufnahme von zwei Uiguren lässt nun jedoch die Wogen hoch gehen.

Eine Nationalratskommission empfiehlt, die beiden Uiguren nicht aufzunehmen. Sie seien ein Sicherheitsrisiko - obwohl die US-Behörden unlängst erklärt haben, die beiden seien unschuldig.

Die Uiguren bilden in China eine muslimische Minderheit. Ihre Bestrebungen für mehr Selbstbestimmung sind der Zentral-Regierung in Peking ein Dorn im Auge. China hat denn auch beim Bundesrat interveniert: Eine Aufnahme würde die schweizerisch-chinesischen Beziehungen belasten. China gehört zu den vier wichtigsten Handelspartnern der Schweiz.

Wie gefährlich sind die beiden Häftlinge wirklich? Opfert die Schweiz die Humanität wirtschaftlichen Interessen, wenn sie dem Druck aus China nachgibt? Im Studio diskutieren:

  • Thomas Hurter, Nationalrat SVP Schaffhausen, Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats
  • Christoph Wiedmer, Geschäftsleiter der «Gesellschaft für bedrohte Völker»
  • Urs Morf, Ostasienkorrespondent von SR DRS

Redaktion: Felix Münger