«Wenn man das einmal gesehen hat, lässt es einen nie mehr los»

Florenz Schaffner und Vanja Crnojevic sind zwei Flüchtlingshelfer aus der Schweiz, die sich für Menschen auf der Flucht engagieren. Rebekka Haefeli hat sie vor drei Jahren schon einmal getroffen und fragt nun: Was ist aus ihnen geworden?

Eine Flüchtlingshelferin, umgeben von Kindern
Bildlegende: Vanja Crnojevic in einem Einsatz in Serbien ZVG

Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2016 haben zahlreiche Schweizerinnen und Schweizer freiwillige Einsätze geleistet. Florenz Schaffner war vor drei Jahren auf der griechischen Insel Lesbos und nahm Bootsflüchtlinge in Empfang. Heute hat sich sein Engagement verlagert.

Verbände und OP-Material

Florenz Schaffner sammelt mit der Organisation «Volunteers for Humanity» in der Schweiz ausgemustertes Spitalmobiliar, Geräte aus Arztpraxen und medizinisches Hilfsmaterial wie Verbände, OP-Tücher oder Damenbinden und schickt es nach Syrien. Dort wird es in zerbombten Spitälern, die wieder aufgebaut werden, dringend benötigt.

Ein Haus für minderjährige Flüchtlinge

Vanja Crnojevic verteilte 2016 Schlafsäcke und Lebensmittel im Flüchtlingslager Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze. Heute unterstützt ihre Organisation, die «Borderfree Association», minderjährige Flüchtlinge in Serbien. Vor wenigen Wochen hat sie eine Unterkunft für Kinder und Jugendliche eröffnet, die allein auf der Flucht sind.

Beide Flüchtlingshelfer aus der Schweiz rechneten vor drei Jahren nicht mit einem langfristigen Einsatz. Im «Doppelpunkt» erzählen sie, warum sie die Schicksale der Flüchtlinge bis heute nicht losgelassen haben. Und die Hebamme Eli Reust sagt, warum sie in Griechenland ein neues Projekt initiiert hat: «Mambrella» betreut schwangere Flüchtlingsfrauen und junge Mütter mit ihren Babys.

Autor/in: Rebekka Haefeli