Wieso mit Achtzig noch Auto fahren?

Autofahren im Alter ist ein heikles Thema. Es hat schon Familien entzweit. Weil die erwachsenen Kinder finden, ihre alten Eltern hinter dem Steuerrad seien ein Risiko für die Strassen.

Sind autofahrende Seniorinnen und Rentner ein «Verkehrshindernis»? Sind die medizinischen Kontrollen zu large? Statistiken sagen zwar, dass 18- bis 35-Jährige viel mehr Unfälle bauen als ältere Autofahrer - allerdings sind diese weniger häufig unterwegs. Und eine Schlagzeile «Greis überfährt Greis» wird gut gelesen.

Es stellt sich die Frage: Warum 80-Jährige nicht auf den Rat ihrer Kinder hören, den Fahrzeugausweis abzugeben? Überschätzen manchmal die alten Menschen ihre Fahrtauglichkeit? Halten sie am Autofahren fest, weil sie Wert auf Prestige legen, weil sie ohne Auto ein Stück Freiheit verlieren? Und wie ist es für Fachleute, für Verkehrspsychologen, wenn sie nach neurologischen Tests oder Kontrollfahrten den älteren Automobilisten beibringen müssen, dass sie nicht - also nie - mehr fahren dürfen.

Es diskutieren: eine 80-jährige Frau, die gerne Auto fährt und das gegen den Rat ihrer Kinder; Martin Keller, Leiter der Neuropsychologie an der Klinik Valens und Verkehrspsychologe mit eigener Praxis am Institut für Rechtsmedizin St. Gallen sowie Pascal Donati, Leiter der Motorfahrzeugkontrolle BL.

Moderation: Janine Geigele, Redaktion: Barbara Bürer