Zwischen den Fronten vermitteln: Mediatoren im Aufschwung

Konflikte gehören zu uns. Im Normalfall können wir sie mit etwas gesundem Menschenverstand bewältigen. Wenn der Streit in der Nachbarschaft, in der Familie oder am Arbeitsplatz eskaliert, folgt nicht selten der Gang vor Gericht. Das muss nicht (immer) sein.

Comic-Darstellung zweier Eltern, die sich um ein Kind reissen.
Bildlegende: Wenn das Kindeswohl gefährdet ist, kann eine Mediation angeordnet werden Schweizerischer Dachverband Mediation

Mal abgesehen vom Einsiedler: Wo Menschen sind, gibt es Konflikte. Je dichter wir bauen, desto mehr Menschen geraten auf- und aneinander. Die in der Nachbarschaft spriessenden Konflikte rund um Gartenhecken oder Waschmaschinen zählen häufig zu den zähsten. Die Fronten verhärten sich schnell, die Parteien sprechen nicht mehr miteinander, es wird Klage eingereicht.

Anstelle einer staatlicher Schlichtung gibt es die Option der privaten Mediation. Die Sendung «Doppelpunkt» schaut genauer auf das wachsende Tätigkeitsfeld der MediatorInnen. Ebenfalls schaut sie auf einen im Podcast Himmelblau aufgearbeiteten Konflikt, der in den 70er-Jahren völlig eskaliert ist – und fragt: Hätte damals mit einer Mediation Schlimmeres verhindert werden können?

Autor/in: Patricia Banzer