Abstimmungsbarometer: Die Trends werden klarer

  • Mittwoch, 19. November 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 19. November 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 19. November 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Gleich fünf Fragen stehen auf der Abstimmungsagenda für den 30. November: Lange war kein Trend auszumachen, nun aber klärt sich das Bild.

Weitere Themen:

In Kosovo haben zehntausende Menschen für die Souveränität ihres Landes - und gegen Pläne von EU und Uno protestiert.

Die Zweifel an der konkreten Umsetzung des Rettungspaketes für die UBS wachsen.

Auch die boomende Wirtschaft Indien, die in den vergangenen Jahren in beeindruckenden Raten wuchs, spürt die Krise.

Beiträge

  • SRG-Umfrage: Gegner der AHV-Initiative legen zu

    Gut zwei Wochen vor den Abstimmungen vom 30. November zeichnen sich erste Trends ab: Dem jüngsten SRG-Abstimmungsbarometer zufolge geraten die AHV-Initiative und die Initative gegen die Verbandsbeschwerde ins Wanken.

    AHV

    Bei der AHV-Initiative liegen Gegner und Befürworter derzeit demnach praktisch gleichauf. Wäre am letzten Sonntag über die Initiative abgestimmt worden, hätten 45 Prozent mit Ja und 43 Prozent dagegen gestimmt. Zwölf Prozent waren noch unentschlossen. Bei der letzten SRG-Befragung hatten die Befürworter noch klar vorn gelegen.

    Verbandsbeschwerde

    Ins Nein gerutscht Ins Nein rutschte auch die Initiative gegen das Verbandsbeschwerderecht. Neu wollen 49 Prozent die Initiative ablehnen, 33 Prozent sind dafür. Vor einem Monat lagen die Befürworter noch knapp vorn. Weiterhin sind 18 Prozent unentschlossen - das sind vergleichsweise viele.

  • Zehntausende demonstrieren in Pristina

    In Kosovos Hauptstadt Pristina haben mehrere tausend Menschen gegen eine Teilung des Landes protestiert. Der Protest richtete gegen die von der Justiz- und Polizeimission Eulex der EU, die sich nach Ansicht der Demonstranten zu stark an serbischen Bedingungen orientiert.

    Medienberichten zufolge nahmen bis zu 30 000 Menschen an der Demonstration teil. Aufgerufen hatten mehrere albanische Menschenrechtsgruppen. Der Protest vor dem Parlament und dem Sitz der Uno-Verwaltung verlief friedlich. Die Redner verlangten vom Parlament Widerstand gegen die Machtübergabe von der Uno-Übergangsverwaltung Unmik an die Eulex.

    Walter Müller

  • Millionen Vertreibungsopfer in Kolumbien

    In Kolumbien hat die Gewalt linksextremer Rebellen in den vergangenen Monaten nachgelassen. Die rechtsgerichtete Regierung Alvaro Uribe schreibt das vor allem ihrem unnachgiebigen Kampf gegen die Farc-Guerilla zu. Dies ist allerdings nur die halbe Wahrheit.

    Fast drei Millionen Vertriebene im eigenen Land

    Noch immer verschwinden in Kolumbien viele Zivilisten - sie werden gewaltsam vertrieben von der Farc, aber auch von rechten Paramilitärs, von der Polizei und der Armee.

    Schätzungen zufolge sind fast drei Millionen Menschen allein in Kolumbien Opfer dieser Vertreibungen im eigenen Land. Im Auftrag der Uno kümmert sich der Schweizer Völkerrechtler Walter Kälin um diese Menschen. Erst vor kurzem ist er aus Kolumbien zurückgekehrt.

  • Zweifel am UBS-Rettungsplan

    Die Zweifel am Hilfspaket für die Schweizer Grossbank wachsen. Grund ist vor allem die Entscheidung von Bundesrat und Nationalbank, der Bank giftige Wertpapiere abzukaufen.

    Geplant war, die UBS-Bilanzen von diesen Papieren zu bereinigen und sie solange zu behalten, bis die Preise sich wieder erholt haben. Der Plan geht freilich nur auf, wenn der Wert der Papiere später wieder steigt. Daran aber zweifeln nun die ersten.

    Barbara Widmer

  • Indien kämpft gegen die Folgen der Finanzkrise

    Die indische Wirtschaft ist in den vergangenen Jahren in beeindruckendem Tempo gewachsen: Zuwachsraten von rund neun Prozent waren die Regel. Vor allem IT- und Pharmaunternehmen boomten. Doch das war einmal.

    Auch Indien kämpft mit den Folgen der Finanzkrise. Seit Anfang des Jahres hat der indische Börsenindex mehr als die Hälfte seines Wertes eingebüsst. Auch die indische Regierung musste eingreifen und staatliche Hilfen bereitstellen.

    Wie stark ist Indien von der Krise betroffen? Auslandredaktor Robert Stähli sprach darüber mit Professor Dietmar Rothermund von der Universität Heidelberg. Er ist Spezialist für die indische Wirtschaft.

  • Obama besetzt weitere Posten

    Der künftige US-Präsident Barack Obama hat Medienberichten zufolge weitere Personalentscheidungen getroffen. So sollen die Posten des Verteidigungs- und des Gesundheitsministers vergeben werden.

    Daschle als Gesundheitsminister...

    Nach Informationen des US-Senders CNN soll der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Tom Daschle, neuer Gesundheitsminister werden. CNN beruft sich auf Informationen aus dem Obamas Übergangsteam.

    ... Holder als Justizminister

    Das Amt des Justizministers soll den Berichten zufolge der Jurist Eric Holder übernehmen. Der 57-Jährige brächte bereits einige Erfahrungen mit: Er war unter Bill Clinton stellvertretender Justizminister. «Obama hat ihm den Job angeboten, und er hat akzeptiert», schreibt das Magazin «Newsweek» in seiner Online-Ausgabe. Holder, wie Obama ein Schwarzer, müsse zuvor jedoch noch das übliche interne Prüfverfahren durchlaufen.

    Max Akermann

  • Rist umrahmt von Van Gogh und Miro

    Im Museum of Modern Art (MoMA) in New York wird seit kurzem ein Kunstwerk der Schweizerin Pipilotti Rist gezeigt. Die Künstlerin stellt dort als erste überhaupt eine grosse Videoinstallation aus.

    MoMA-Direktor lobt Rist

    MoMA-Direktor Glenn Lowry lobte die «kühne Installation» der Schweizerin. Sie erfülle alle Hoffnungen, die das MoMA in Rist gesetzt habe. Schon bevor der Umbau des 2004 wiedereröffneten Museums fertig gewesen sei, habe man sich überlegt, welche Künstler am besten mit den neuen Räumlichkeiten spielen könnten, sagte Lowry. Die Erste auf der Liste sei Pipilotti Rist gewesen.

    Peter Voegeli

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Martin Durrer