Bankenzusammenbruch erschüttert die Finanzmärkte

  • Montag, 15. September 2008, 18:00 Uhr
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  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 15. September 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 15. September 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die viertgrösste US-Investmentbank, Lehman Brothers, hat Gläubigerschutz beantragt. Damit dürfte die Bank konkurs gehen. Die Nachricht löste weltweite Erdbeben an den Börsen aus, zehn Grossbanken versuchen gemeinsam, die Märkte zu stabilisieren.

Weitere Themen:

Der Nationalrat hat zum Auftakt der Sommersession über die Forschung am Menschen debattiert, im Ständerat ist das Militärgesetz Thema der Debatte.

In Simbabwe haben Präsident Mugabe und Premier Tsvangirai das Abkommen über die Machtteilung unterzeichnet.

Im Oberwallis sollen auf mehreren Alpenpässen Dutzende Windräder aufgestellt werden.

Beiträge

  • Banken-Fiasko in den USA schockt die Finanzwelt

    Die Finanzkrise in den USA hat sich dramatisch zugespitzt und Schockwellen an den weltweiten Börsen ausgelöst. Zwei der grössten und traditionsreichsten US-Investmentbanken gehen unter. 

    Nach vergeblichen Rettungsversuchen ist die über 150 Jahre alte Bank Lehman Brothers, die viertgrösste Investmentbank der USA, zahlungsunfähig. Die Nummer drei der Branche, Merrill Lynch, wird von der Bank of America aufgekauft.  Das Gesicht der US-Finanzbranche hat sich damit auf einen Schlag komplett verändert: An der Wall Street gibt es mit Goldman Sachs und Morgan Stanley nur noch zwei unabhängige Investmentbanken statt fünf wie noch vor einem halben Jahr.

    Peter Voegeli

  • Lehman-Pleite hat weitreichende Konsequenzen

    Noch vor wenigen Tagen waren sich die Finanzexperten einig: Lehman Brothers darf nicht untergehen: zu gross, zu international, zu vernetzt. Nun ist es doch so weit gekommen, die Auswirkungen sind kaum abzuschätzen.

    Die Frage an den Finanzmarktexperten Heribert Dieter von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin: Warum hat man diese Bank nun doch ihrem Schicksal überlassen?

    Martin Durrer

  • Zahmer Verfassungsartikel zur Forschung am Menschen

    Zum Auftakt der Herbstession stand ein ethisch heikles Thema auf der Traktandenliste des Nationalrats: Die Forschung am Menschen. Der Rat beschloss zwar eine Regelung, aber eine wenig konkrete.

    Die Kritiker warnen, die Würde des Menschen sei in Gefahr und es bestehe ein grosses Missbauchsrisiko. Im Nationalrat verlangten sie deshalb strengere Regeln, und zwar in der Bundesverfassung. Damit sind sie nun gescheitert.

    Zwar hiess die grosse Kammer den Verfassungsartikel mit 114:45 Stimmen bei 24 Enthaltungen gut. Doch die vom Bundesrat und einer Mehrheit der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) vorgeschlagenen materiellen Grundsätze strich sie auf Antrag von SVP und FDP aus dem Text.

    Pascal Krauthammer

  • Schicksalstage für Bundesrat Schmid

    Die Herbstsession könnte für die politische Zukunft von Verteidigungsminister Samuel Schmid entscheidend werden.

    Schmid steht wegen der Affäre Nef stark unter Druck. Bei wichtigen Militärvorlagen, die in den nächsten Wochen beraten werden, wird sich weisen, ob die Politiker noch Vertrauen in den Verteidigungsminister haben. Andernfalls dürften sie die Vorlagen derart zersausen, dass es einer Misstrauensbekundung gegenüber Schmid gleichkommt.

    Philipp Burkhardt

  • Militärgesetz im Ständerat

    Die Revision des Militärgesetzes ist Thema in der Kleinen Kammer. Dabei dürfte sich erstmals die Stimmung der Ratsmitglieder gegenüber Verteidigungsminister Samuel Schmid zeigen.

    Die Frage an Dieter Kohler: Worum geht es beim Militärgesetz?

    Martin Durrer

  • Abkommen in Simbabwe unterzeichnet

    Nach fast drei Jahrzehnten muss Simbabwes autoritärer Präsident Robert Mugabe die Macht teilen. Mugabe und Oppositionsführer Morgan Tsvangirai unterzeichneten ein Koalitionsabkommen. 

    Ein halbes Jahr nach den Wahlen und blutigen Wirren erhält der südafrikanische Staat damit eine neue Regierung. Mugabe bleibt zwar Staatschef, wird die Macht aber mit Tsvangirai teilen, der Regierungschef wird. Darauf hatten sich die beiden Poltiker letzte Woche nach zähen Verhandlungen unter Vermittlung von Südafrikas Präsident Thabo Mbeki verständigt. 

    Trotz den positiven Zeichen fällt es aber nicht leicht, aus dem Abkommen grosse Hoffnung zu schöpfen.

    Ruedi Küng

  • BASF übernimmt Ciba

    Der Basler Spezialitätenchemie-Konzern Ciba soll von BASF. Der deutsche Konzern bietet dafür gut 6 Milliarden Franken.

    Ciba kam in den letzten Jahren trotz diverser Um- und Abbauübungen nicht in Schwung. Das Angebot aus Deutschland kommt darum sehr gelegen.

    Barbara Widmer

  • Windenergie-Anlage im Gegenwind

    Auf den Oberwalliser Pässen Grimsel, Furka, Nufenen und Gries sollen riesige Windräder aufgestellt werden, um damit Strom zu produzieren. Das freut nicht alle.

    So steigt etwa Coop bei diesem alternativen Energieprojekt mit zwei Millionen Franken ein, aber dem Projekt weht starker Wind entgegen: Die Stiftung Landschaftsschutz kann sich mit einer solchen Anlage nicht anfreunden.

    Reinhard Eyer

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Roman Fillinger