Barack Obama zieht ins Weisse Haus ein

  • Mittwoch, 5. November 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 5. November 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 5. November 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Barack Obama heisst der neue US-Präsident. Der 47 Jährige Senator aus Illinois erzielte einen deutlichen Sieg über seinen Konkurrenten John McCain. Obamas Demokratische Partei konnte auch bei den Kongresswahlen stark zulegen.

Dazu folgendes:

Tausende begeisterte Menschen feiern vor dem Weissen Haus.

Diskussion um Barack Obamas Führungsqualitäten.

Gründe für die Wahlschlappe McCains.

Das politische Programm von Präsident Obama.

Die zu von Obama zu erwartende Aussen- und Wirtschaftspolitik.

Begeisterung auch in Kenia, woher Obamas Vater herkommt.

Die Wahl Obamas muss tatsächlich als historisch bezeichnet werden.

Beiträge

  • Bushs Schwäche ist Obamas Stärke

    Der Wahlsieg von Barack Obama ist vor allem auf die zur Zeit schlechte Wirtschaftslage zurückzuführen. Ein weiterer Grund ist die Mobilisierung neuer Wählerschichten.

    Gemäss Umfragen beschäftigten die US-Bürger vor der Wahl in erster Linie die Wirtschaft. Und bei diesem Thema konnte der Demokrat Obama ein überzeugenderes Programm präsentieren als sein republikanischer Konkurrent John McCain. Die Wähler geben der derzeitigen Krise denn auch der amtierenden Regierung des Republikaner George W. Bush die Schuld, was es McCain so schwierig machte.

    Die Frage an den bekannten US-Journalisten Jacob Heilbrunn: Wieso gewann Barack Obama? Was machte den Unterschied zu McCain?

    Casper Selg

  • Riesige Begeisterung in den USA

    Die Begeisterung vieler US-Bürger ob der Wahl Barack Obamas ist riesengross. Vielerorts feierten Tausende oder gar Hunderttausende den Wahlerfolg des demokratischen Kandidaten.

    Auch vor dem Weissen Haus, dem Sitz des US-Präsidenten, versammelten sich Tausende begeisterte Obama-Anhänger.

    Susanne Brunner

  • Der Polit-Stil wird ändern

    Barack Obama steht vor grossen Herausforderungen. Diese dürfte er mindestens ebenso gut meistern, wie sein Vorgänger George W. Bush.

    Im Gegensatz zu Bush, der sich gemäss Polit-Beobachtern vor allem auf sein Bauchgefühl verliess und schnell zu Entscheidungen kam, versucht sich Obama vor einem Entscheid ein detailliertes Bild der Lage zu machen. Der Polit-Stil der US-Regierung dürfte sich also massgeblich verändern.

    Und auch wenn Obama wenig Führungserfahrung nachgesagt wird: Immerhin hat er den bislang erfolgreichsten Wahlkampf der US-Geschichte angeführt.

    Peter Voegeli

  • Innenpolitik kommt zuerst

    Barack Obama wird seinen Schwerpunkt bei der Innenpolitik setzen: Eine Krankenversicherung für alle Kinder ist sein erklärtes Ziel.

    Das Erziehungswesen, die Forschung und die Infrastruktur sollen gemäss Obamas Wahlprogramm ausgebaut werden. Was die Aussenpolitik betrifft hat er erklärt, binnen 16 Monaten alle Truppen aus dem Irak abziehen zu wollen. Generell will er bei Konflikten vermehrt auf diplomatische Mittel setzen.

    Max Akermann

  • Die Knacknuss Afghanistan

    Die Regierung von Barack Obama wird aussenpolitisch einige grosse Brocken von der Regierung Bush übernehmen: Irak, aber auch Afghanistan.

    Dort erhalten die Taliban immer mehr Auftrieb, in den letzten Monaten haben ihre Gewalttaten stark zugenommen. Auch im Irak sind noch nicht alle Probleme gelöst und Russland spielt wieder mit den Muskeln - Eine Reihe schwieriger aussenpolitische Themen für Obama.

    Die Frage an Karen Donfried, Vizepräsidentin des German Marshall Fund: Könnte Afghanistan die ganz grosse Knacknuss für Obama werden?

    Casper Selg

  • Kenia feiert seinen Sohn Barack Obama

    Ganz besonders grosse Freude über die Wahl Barack Obamas herrscht in Kenia. Dort wurde der 6. November sogar ein spezieller Feiertag angeordnet.

    Obamas verstorbener Vater stammte aus Kenia, entsprechend begeistert sind die Menschen in dem südafrikanischen Land. Sein Sieg sei auch ein Sieg Kenias, heisst es etwa. Neben der Freude machen sich die Menschen in Kenia aber auch Sorgen, wenn sie an das Schicksal von John F. Kennedy denken.

    Ruedi Küng

  • Eine historische Wahl

    Die Wahl zum 44. Präsidenten der USA am 5. November 2008 wird auf jeden Fall in die Geschichtsbücher eingehen.

    Nicht nur, dass mit Barack Obama erstmals ein Schwarzer Präsident der USA wird; etwas das noch vor wenigen Jahrzehnten absolut undenkbar war. Historisch ist auch die Art, wie das passiert: Mit einem wahrhaftigen Erdrutschsieg der Demokraten über die Republikaner auf der ganzen Linie.

    Die Frage an Peter Voegeli: Ist dies tatsächlich eine historische Wahl?

    Casper Selg

  • Steuerflucht bald schon Thema?

    Für die Schweiz könnte die Wahl Obamas nicht nur positive Aspekte haben. Das Thema Steuerflucht etwa steht für Obama weit oben auf der Prioritätenliste.

    Damit könnte der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück, der die Schweiz in letzter Zeit mehrmals in der Sache unter Druck gesetzt hatte, schon bald Support aus den USA erhalten.

    Peter Voegeli

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Ruedi Mäder / Casper Selg / Roman Fillinger / Monika Oettli