Chinas Premier zum Kurzbesuch in Bern

  • Dienstag, 27. Januar 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Dienstag, 27. Januar 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 27. Januar 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Hoher Besuch aus China: Ministerpräsident Wen Jiabao hat auf seinem Weg zum WEF nach Davos einen Zwischenstopp in Bern eingelegt. Erinnerungen an den diplomatischen Eklat vor zehn Jahren werden wach.

Weitere Themen:

Die UBS steht am Pranger, weil sie trotz Milliardenverlusten und Staatshilfe zwei Milliarden Franken Bonus zahlen will. Dabei bleibt ihr kaum etwas anderes übrig.

In Deutschland sorgt ein Teil des Konjunkturpaketes - die so genannte Abwrackprämie - für volle Autohäuser und frohlockende Hersteller.

Beiträge

  • Wie der Bund einen weiteren Eklat vermeiden wollte

    Zehn Jahre nach dem diplomatischen Eklat hat die Stadt Bern wieder hohen Besuch aus China erhalten: Vor seiner Weiterfahrt zum WEF nach Davos machte Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao Stopp im Bundeshaus.

    Entsprechend wurde im Vorfeld des Arbeitsbesuches alles getan, um keine Unmutsäusserungen in die Nähe des Besuches kommen zu lassen.

    Dieter Kohler

  • Warum China für die Schweiz so wichtig ist

    Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Schweiz und China sind eng und in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ganz besonders wichtig. Zudem weist das Verhältnis zwischen beiden Ländern eine Besonderheit auf.

    Die Schweiz ist eines von ganz wenigen Ländern das gegenüber China einen Handelsbilanzüberschuss hat. Das heisst, die Schweiz exportiert mehr nach China als sie von dort importiert.

    Urs Morf

  • Milliarden-Boni: Hat die UBS keine Wahl?

    Die Pläne der UBS, ihren Mitarbeitern trotz Milliardenverlusten und Staatshilfe Boni in Höhe von zwei Milliarden Franken zu bezahlen, stösst auf Empörung und Unverständnis. Rechtlich allerdings habe die Bank keine andere Wahl, meinen Experten.

    Sie sind der Auffassung, dass die UBS-Mitarbeiter ein gewisses Gewohnheitsrecht haben. Sollten sie in den vergangenen Jahren Boni erhalten haben, müssen sie auch in diesem Jahr damit rechnen können - auch wenn dies nicht explizit im Vertrag festgehalten sei.

    Philippe Erath

  • Widersprüchliches aus der Chemieindustrie

    Unterschiedlicher könnten die Nachrichten aus der Chemieindustrie nicht sein: Während Lonza Umsatzplus und Rekordgewinn 2008 verbuchte, streicht Clariant 1000 Stellen und die Dividende.

    Wie können sich zwei Chemieunternehmen so unterschiedlich entwickeln? Was macht der eine besser als der andere?

    Rainer Borer

  • Deutsche sorgen für volle Autohäuser

    Die deutsche Regierung hat das grösste Konjunkturpaket der Nachkriegszeit beschlossen: 50 Milliarden Euro stehen bereit. Ein Element des Pakets ist die so genannte Abwrackprämie.

    Mit ihr will die Regierung den Konsum ankurbeln. Vorgesehen ist, dass jeder, der ein mindestens neun Jahre altes Auto stilllegt und einen Neu- oder Jahreswagen erwirbt, dafür 2 500 Euro (rund 3750 Franken) erhält.  

    Der Anreiz funktioniert anscheinend: Bevor die Prämie überhaupt beschlossen ist, sorgt sie in ganz Deutschland für volle Autohäuser.

    Ursula Hürzeler

  • Was kann das Weltsozialforum in Belém erreichen?

    Fast zeitgleich zum Weltwirtschaftsforum in Davos hat im Norden Brasiliens das Kontrastprogramm der Globalisierungskritiker begonnen. Bis zum Wochenende werden in Belém rund 100 000 Teilnehmer erwartet.

    Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Weltsozialforum scheinen in diesem Jahr besonders gut: Angesichts breiter Kritik am Kapitalismus und seinen Repräsentanten dürfte die Kritik des «Gegengipfels» auf offene Ohren stossen. Ob das gelingt, ist ungewiss. Zweifel äussert unter anderem der Mitbegründer des Weltsozialforums, Antonio Martins.

    Der Brasilianer glaubt nicht, dass es ausreicht, einfach den Widerstand gegen den Kapitalismus zu zelebrieren. Von Belém müssten vielmehr ganz konkrete, verständliche und mehrheitsfähige Lösungsansätze gefordert.

    Fredy Gsteiger

  • Verbissener Wahlkampf in Liechtenstein

    In Liechtenstein wird am 8. Februar ein neues Parlament gewählt - und ein monatelanger, mitunter verbissener Wahlkampf findet dann seinen Abschluss.

    Je nach Wahlausgang nimmt entweder Regierungschef Otmar Hasler den Hut oder sein Stellvertreter Klaus Tschütscher.

    Keiner will Vize sein

    Tschütscher ist Vorsitzender der Vaterländischen Union (VU) - einer der beiden liechtensteinischen Parteien. Gewinnt die VU wäre für ihn der Weg frei auf den Chefsessel der fünfköpfigen Koalitionsregierung. Sollte die VU nicht gewinnen, werde er die Konsequenzen ziehen und Platz für neue Politiker machen.

     Auch Regierungschef Hasler von der Fortschrittlichen Bürgerpartei (FBP) stellte bereits klar, dass er einer neuen Regierung nur als deren Chef angehören werde. Er könne sich nicht vorstellen, die nächsten vier Jahre als stellvertretender Regierungschef anzugehen.

  • Vom Kinoerfolg des ganz normalen Schulalltags

    «La classe entre les murs» heisst ein Film, der zurzeit ganz Frankreich bewegt. Dabei geht es in dem Dokumentarfilm um nichts anderes als den ganz normalen Schulalltag.

    Der Film aber erzählt diesen so eindrücklich, dass er nun auch international Aufmerksamkeit erregt: Nach der Goldenen Palme von Cannes ist er nun nicht nur für fünf französische Césars nominiert, sondern auch für den Oscar als bester ausländischer Film.

    Michael Sennhauser

  • Von der ständigen Suche nach Identität

    Der Krieg im Gazastreifen hat viele Menschen im Nahen Osten aufgewühlt. Hier kennt fast jede Generation Krieg und Gewalt aus eigener Erfahrung.

    Nahe geht die Gewalt auch jenen Palästinensern, die ein Leben im Exil führen müssen. Im Libanon teilen Hunderttausende dieses Schicksal, viele leben in Flüchtlingslagern. Andere haben ihren Platz in der libanesischen Gesellschaft gefunden und sind Teil der intellektuellen Elite geworden.

    So wie Jean Said Makdisi: Das Leben der Schriftstellerin und ehemaligen Universitätsprofessorin spiegelt die palästinensische und arabische Geschichte der letzten Jahrzehnte wider. Ein Leben, geprägt von der Suche nach Identität.

    Iren Meier

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Roman Fillinger