Cyberwar geht weiter

  • Donnerstag, 9. Dezember 2010, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 9. Dezember 2010, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 9. Dezember 2010, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Wikileaks-Anhänger drohen mit einem Angriff auf den Online-Händler Amazon.

Weitere Themen:

Der Ständerat will die Entwicklungshilfe um jährlich 640 Millionen Franken erhöhen.

In London kommt es bei Demonstrationen gegen höhere Studiengebühren zu Ausschreitungen.

Beiträge

  • Cyberwar um Wikileaks

    Seit der umstrittene Wikileaks-Gründer Julian Assange verhaftet worden ist, tobt im Internet ein Datenkrieg.

    Mastercard, Postfinance, Visa, das Bezahlsystem PayPal wurden von Anhängern der Internet-Plattform attackiert, weil diese Unternehmen ihre Geschäftsbeziehungen mit Wikileaks abgebrochen haben. Als nächstes wollen die Hacker den Online-Händler Amazon angreifen.

    Gespräch mit dem Cyberwar- und Sicherheitsexperten James Andrew Lewis vom Center for Strategic and International Studies in Washington über Wikileaks und die gefährlichen Waffen des Internets.

    Peter Voegeli

  • Was sind die Enthüllungen von Wikileaks wert?

    Wikileaks macht nun seit bald zwei Wochen Schlagzeilen. Tag für Tag veröffentlichen die Aktivisten vertrauliche und geheime Dokumente aus der Diplomaten-Welt.

    Der Wirbel ist enorm, und das Phänomen Wikileaks wird längst auch in der Kulturwelt und im Feuilleton diskutiert und analysiert. Einer, der sich dort zu Wort gemeldet hat, ist der deutsche Journalist Thomas Steinfeld, Feuilleton-Leiter der «Süddeutschen Zeitung». Seine Ansicht: Die Enthüllungen von Wikileaks sind gar keine Enthüllungen.

    Hans Ineichen

  • Kritik an Entwicklungshilfe der Schweiz

    Vor zehn Jahren, als die Uno ihre Millenniums-Ziele formulierte, versprach die Schweiz, jährlich 0.7 Prozent der Wirtschaftsleistung für die Entwicklungshilfe auszugeben. Am Donnerstag sprach sich der Ständerat für 0,5 Prozent aus.

    Das wäre, falls der Nationalrat denn zustimmt, eine Aufstockung von jährlich 640 Millionen Franken. Das klingt grosszügig, ist es aber nicht, meint Eveline Herfkens, die Initiatorin der Millenniums-Kampagne.

    Rainer Borer

  • Streit um Studiengebühren in England

    In Grossbritannien ist die konservativ-liberale Regierung seit gut einem halben Jahr am Ruder. Jetzt dürfte sich entscheiden, wie sie die erste grosse Belastungsprobe besteht. Es geht um die Bildungspolitik in Zeiten knapper Budgets. Die Regierung will die Studiengebühren verdreifachen.

    Die Studenten laufen Sturm. Am Donnerstag stand nun im Parlament die entscheidende Abstimmung an. Einschätzungen von Grossbritannien-Korrespondent Martin Alioth.

    Hans Ineichen

  • Euro-Krise: Haircut nötig - aber kaum möglich

    Die EU-Finanzminister haben einmal mehr über die Eurokrise gesprochen, über Rettungsschirme und Euro-Bonds. Nicht gesprochen haben sie darüber, wie man private Gläubiger, sprich die Banken, im Falle einer Insolvenz der Krisenländer zur Kasse bitten könnte.

    Hinter vorgehaltener Hand sagen allerdings immer mehr Finanzexperten und Politiker, dass genau das nötig wäre, um die Spirale von Staatsverschuldung zu durchbrechen.

    Thomas Oberer

  • Die rechtlosen Teepflücker von Sri Lanka

    Das Kraut heisst Ceylon und ist hierzulande eine der beliebtesten Teesorten. Es waren die Engländer, die vor mehr als hundert Jahren den Teeanbau nach Sri Lanka brachten.

    Die Kolonialherren sind längst abgezogen, aber in den Hügeln Sri Lankas, auf den Plantagen, scheint es, als ob die Zeit stehen geblieben sei. Unterbezahlte und rechtlose Teepflücker bescheren den Plantagenbesitzern unermesslichen Reichtum. Doch nun fordert eine neue Generation von Teepflückern mehr Rechte und bessere Arbeitsbedingungen.

    Karin Wenger

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Isabelle Jacobi