Die Affäre «Roschacher» zieht weite Kreise

  • Donnerstag, 6. September 2007, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 6. September 2007, 18:00 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 6. September 2007, 19:00 Uhr, DRS 2 und DRS Musikwelle

Die nationalrätliche Geschäftsprüfungskommission (GPK) wirft Justizminister Blocher Kompetenzüberschreitungen im Zusammenhang mit dem Abgang des frühreren Bundesanwalts Valentin Roscharcher vor.

Die SVP wirft der GPK und den linken Parteien ein Komplott gegen Bundesrat Blocher vor.

Die Affäre platzt mitten in den Wahlkampf um die bevorstehenden Parlamentswahlen.

Weitere Themen:

Beim 125-Jahr-Jubiläum der Gotthardbahn erklingen nicht nur feierliche Töne.

Am Thuner Klimaforum kommt Bewegung in die Diskussion um den Klimaschutz.

Beiträge

  • Komplott um Blocher und Roschacher

    SVP-kritische Kreise werfen Justizminister Blocher und seinem Umfeld vor, Bundesanwalt Valentin Roschacher gezielt aus dem Amt gedrängt zu haben.

    Und die SVP wirft ihren Kritikern vor, diese Anschuldigungen als Vorwand für ein Komplott gegen Bundesrat Blocher zu missbrauchen.

    Patrik Wülser

  • Die Reaktionen auf den Kommissionsbericht zum Fall Roschacher

    Ob der frühere Bundesanwalt Valentin Roschacher Opfer eines Komplotts wurde oder nicht, ist noch nicht geklärt. Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) muss in dieser Angelegenheit weiter untersuchen.

    In andern Fragen aber ist sie schon zu definitiven Schlüssen gekommen: Justizminister Blocher habe seine Kompetenzen überschritten, vor allem habe er die Gewaltenteilung nicht respektiert. Die GPK bezeichnet Blochers Fehlverhalten als gravierend.

    Pascal Krauthammer

  • Nüchternheit ist gefragt. Ein Kommentar

    Fünf Wochen vor den Wahlen kommt sehr viel Lärm aus dem Bundeshaus und aus den Parteizentralen. Da muss man die Ohren spitzen, um das Relevante aus dem Getöse heraus zu hören.

    Ein Kommentar von Lukas Schmutz

  • Umwelt als Wahlkampfthema

    Vor vier Jahren spielte das Thema Umwelt bei den Wahlen zwar eine Rolle, aber es hatte nicht die herausragende Bedeutung wie in diesem Herbst. Neben dem Thema «Ausländer und Integration» ist die Umwelt das wichtigste Thema des aktuellen Wahlkampfes.

    Es ist absehbar, dass erst mal die Grünen davon profitieren werden. Praktisch alle anderen Parteien versuchen aber ebenfalls mit dem Thema Umwelt zu punkten. Und dabei kommt es auch zu eher ungewohnten Annäherungsversuchen.

    Dieter Kohler

  • Das Gotthardbahn-Jubiläum vergisst seine Opfer nicht

    Die Gotthardbahn feiert ihr 125-jähriges Jubiläum. In Sonderzügen besuchten die geladenen Gästen Göschenen und lauschten den Festansprachen in Bellinzona.

    Zwischen den beiden Stationen aber hielt die Festgemeinde am Arbeiterdenkmal in Airolo. Das Denkmal für die Opfer des Tunnelbaus steht im Abseits. Und ist eine Anklage.

    Alexander Grass

  • Konkrete Massnahmen für den Klimaschutz

    Das nationale Klimaforum in Thun beschäftigt sich mit konkreten Projekten zur Förderung des Klimaschutzes. Prominenter Gast am Forum war Rajendra Pachauri. Er ist Vorsitzender des «Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)» der Uno.

    Pachauri sieht sehr deutliche klimatische Warnsignale. Aber jetzt komme wenigstens Bewegung in die Diskussion über den Klimaschutz.

    Markus Mugglin im Gespräch mit Rajendra Pachauri

  • Neuer Chef für Italiens Mitte-Links-Partei

    Walter Veltroni ist ein Politiker, der Glamour ausstrahlt. Der 52-jährige Bürgermeister von Rom zählt Schauspielerinnen und Popsänger zu seinen Freunden. Veltroni schreibt aber auch Romane. Sein letzter, «La scoperta dell'alba», war wochenlang auf den Bestsellerlisten in Italien.

    Jetzt kommt eine neue Aufgabe auf ihn zu. Er soll Chef des neuen «Partito Democratico», der neuen Mitte-Links-Partei, werden. Die Linke hofft, mit dem beliebten Veltroni aus ihrem Popularitätstief heraus zu kommen. Aber ob ihr das gelingen wird?

    Rolf Pellegrini

Autor/in: Casper Selg