Krankenkassen kündigen höhere Prämien an

  • Freitag, 18. April 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 18. April 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Freitag, 18. April 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die Prämien der Krankenkassen steigen nächstes Jahr um bis zu 4 Prozent. Das hat Bundespräsident Pascal Couchepin bekannt gegeben.

Weitere Themen:

Die US-Bank Citigroup muss erneut Milliarden abschreiben und will 9000 Stellen streichen.

Die Streubomben in Schweizer Armeelagern sollen noch nicht zerstört werden, wie die Kommission des Ständerats.

Spekulationen auf den Rohstoffmärkten treiben Preise für Lebensmittel in die Höhe.

Beiträge

  • Krankenkassen-Prämien steigen wieder stärker

    Die Prämien der Krankenkassen steigen nächstes Jahr um bis zu 4 Prozent, obwohl deren finanzielle Lage sich stabilisiert hat.

    Sie haben 4 Milliarden Franken Reserven, wie das Eidgenössische Departement des Innern mitteilt. Das gebe mehr Spielraum für die Festsetzung der Prämien.

    Die Unterschiede zwischen den Kantonen dürften wieder gross sein, weil die Kassen nicht überall gleich grosse Polster haben. Das müsse aufhören, fordert jetzt Bundespräsident Couchepin.

    Philipp Burkhardt

  • Schweiz soll Streubomben behalten

    Die Streubomben in Schweizer Armeelagern sollen noch nicht zerstört werden. Die sicherheitspolitische Kommission des Ständerats hat sich ein weiteres Mal gegen ein vollständiges Verbot gestellt.

    Sie teile zwar die humanitären Bedenken. Doch ein vollständiges Verbot schwäche die Schweizer Position in internationalen Verhandlungen und schränke die Verteidigungsfähigkeit des Landes ein, teilte die Kommission mit. Der Nationalrat hatte sich für ein Verbot ausgesprochen.

    Streubomben sind stark umstritten, weil ein erheblicher Teil dieser Munition hoch explosiv liegen bleibt und die Zivilbevölkerung noch Jahrzehnte lang gefährdet. Auch in den Arsenalen der Schweizer Armee lagern schätzungsweise 2000 Streubomben.

    Pascal Krauthammer

  • Citigroup überrascht mit Abschreiber

    Die US-Bank Citigroup hat im ersten Quartal einen Verlust von 5 Milliarden Dollar erlitten und musste 12 Milliarden abschreiben. Das ist weniger als erwartet und stimmt die Finanzmärkte optimistisch.

    Wegen der Kreditkrise musste die grösste Bank in den USA bislang gut 20 Milliarden Dollar abschreiben.

    Die Citigroup kündigte zudem an, sie wolle neben den geplanten 4200 Entlassungen weitere 9000 Stellen abbauen. Bei der Bank sind fast 300 000 Mitarbeiter beschäftigt.

    Frage an Walter Niderberger in den USA: Was bedeuten das für die Citigroup?

    Simone Fatzer

  • Spekulanten spielen mit der Nahrung

    Die Kosten für Nahrungsmittel sind erneut gestiegen. Für Rohstoffe wie Reis, Getreide und Öl werden auf den internationalen Märkten derzeit Rekordpreise gezahlt.

    In zahlreichen armen Ländern das Südens führen die steigenden Lebensmittelpreise dazu, dass Menschen hungern. Der Internationale Währungsfonds hatte vor politischen und sozialen Gefahren des Preisanstiegs gewarnt, der die Existenz Tausender Menschen bedrohe.

    Mit ein Grund für die Preisexplosion sind die Spekulationen an den Rohstoffmärkten.

    Martin Stucki

  • Carter bricht Bann gegen Hamas

    Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter hat in Damaskus Chaled Maschaal, den Exil-Chef der palästinensischen Hamas, getroffen. Sein Versuch, im Nahostkonflikt etwas zu bewegen, stösst auf heftige Kritik.

    Mit seinem Besuch durchbrach Carter die internationale Isolierung der Hamas. Carter verurteilte die israelische Blockade des von der Hamas kontrollierten Gazastreifens als Verbrechen und Gräueltat.

    Für die Gespräche mit den Extremisten wurde er von Israel und der USA scharf kritisiert. Auf palästinensischer Seite wurden dagegen Hoffnungen wach, der internationale Boykott weiche auf.

    Frage an Nahost-Korrespondentin Iren Meier: Warum bricht Carter den Bann gegen die Hamas?

    Simone Fatzer

  • Schöner Film über Kriegsverbrechen

    In Nyon sind am Festival «visions du réel» über hundert Dokumentarfilme zu sehen. Einige von ihen widmen sich dem Krieg und der Vergewaltigung.

    Kriegsgewalt ist nicht eben ein einladendes Thema für einen Kinobesuch. Ein kurzer Film  über Vergewaltigungen im Kongo zeigt aber eine hinterhältig schöne Miniatur zu einem hässlichen Thema.

    Michael Sennhauser

  • Keine wirkliche Reform in Kuba

    In drei Monaten hat Präsident Raúl Castro in Kuba viele Verbote aufgehoben. Von einer Reformwelle kann man allerdings noch nicht sprechen.

    Der jüngere Bruder von Fidel Castro hatte die Amtsgeschäfte des Präsidenten zwar schon seit mehr als einem Jahr geführt, vor drei Monaten übernahm er sie offiziell.

    Raúl Castro erlaubt neuerdings den Cubanern Handys, Computer, DVD-Geräte zu kaufen und in den Touristenhotels des Landes abzusteigen. Wenn sie das wollen und können.

    Was bedeutet diese erste Reformwelle des jüngeren Castro? Das fragte Martin Durrer den Cuba-Korrespondenten der spanischen Tageszeitung El Pais, Mauricio Vicent.

Moderation: Simone Fatzer, Redaktion: Roman Fillinger