Nach dem Rückzug von Israels Regierungschef Olmert

  • Donnerstag, 31. Juli 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 31. Juli 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 31. Juli 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Israels Premierminister Olmert hat seinen Rückzug angekündigt. Bereits wird eifrig über seine Nachfolge spekuliert.

Weitere Themen:

In Deutschland fallen die Reaktionen auf den Parteiausschluss des früheren Wirtschaftsministers Clement aus der SPD unterschiedlich aus.

In Thailand wirft ein Urteil gegen die Frau des früheren Regierungschefs Shinawatra Fragen auf.

Beiträge

  • Spekulationen um Olmerts Nachfolge

    Nach der Ankündigung von Israels Premier Ehud Olmert, sich demnächst aus der Politik zurückzuziehen, wird bereits eifrig über seine Nachfolge spekuliert. Umfragen sehen derzeit Aussenministerin Tzipi Livni vorn.

    Olmert selbst hatte seinen Rückzug mit den «unaufhörlichen Angriffen» auf seine Person begründet. Tatsächlich war er zuletzt immer wieder in die Kritik geraten: zunächst wegen des Libanon-Krieges, dann wegen des Verdachts auf Korruption. Bislang aber hatte Olmert Rücktrittsforderungen immer zurückgewiesen.

    Die Frage an Gad Lior, Inlandschef der Zeitung «Jediot Achronot»: Warum tritt Olmert nun zurück?

  • Schock und Verständnis nach Clements SPD-Rauswurf

    Nach dem Parteiausschluss des früheren deutschen Wirtschaftsministers Wolfgang Clement gibt es unterschiedliche Reaktionen: Führende Sozialdemokraten äussern sich schockiert, es gibt aber auch Verständnis.

    Clement gehört zu den prominentesten Sozialdemokraten in Deutschland. In der SPD gehörte er dem konservativen Flügel an. Für den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder focht er unter anderem dessen umstrittene Reformpolitik «Agenda 2010» durch.

    Hintergrund des Parteiausschlusses sind Äusserungen Clements im Landtagswahlkampf in Hessen Anfang des Jahres. Damals hatte er dazu aufgerufen, die SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti wegen ihrer Atompolitik nicht zu wählen.

    Fritz Dinkelmann

  • Gerichtsurteil in Thailand wirft viele Fragen auf

    Ein thailändisches Gericht hat die Frau des früheren Regierungschefs Thaksin Shinawatra zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Ihr wurde Steuerhinterziehung in grossem Stil zur Last gelegt.

    Mit Spannung wird erwartet, ob das Urteil Auswirkungen auf noch offene Verfahren gegen Thaksin und andere Mitglieder der Familie hat.

    Thaksin war bis 2006 Regierungschef in Thailand, dann wurde er vom Militär in einem friedlichen Putsch aus dem Amt gedrängt. Vor allem bei der Bevölkerung auf dem Land aber geniesst Thaksin grosse Popularität. Viele Beobachter waren deshalb nicht verwundert, dass die ihm nahestehende Partei bei den letzten Wahlen wieder triumphierte.

  • Überforderte Uno-Mission in Darfur

    Die Blauhelmmission in Darfur gehört zu den heikelsten Einsätzen der Vereinten Nationen. Nicht nur, weil die Situation im Sudan so komplex ist, sondern auch, weil die Truppe hoffnungslos überfordert ist.

    Statt der geplanten 27 000 sind derzeit nur 8000 Soldaten im Einsatz. Ihnen fehlt zudem längst versprochenes Material. Zu den konkreten Problemen der Truppe in Darfur gesellt sich inzwischen auch grundsätzliche Kritik an den Blauhelm-Missionen.

    Fredy Gsteiger

  • Streit um Sammlung Oskar Reinharts in Winterthur

    Winterthur, einst eine Arbeiterstadt, beherbergt seit kurzem 100 000 Menschen und zählt deshalb als Grossstadt. Auch auf kulturellem Gebiet wächst damit die Verantwortung.

    Die Stadtväter haben deshalb vor kurzem ein Museumskonzept in Auftrag gegeben. Das sorgt nun für Streit. Kontroversen gibt es darüber, was mit der Sammlung Oskar Reinhart am Stadtgarten geschehen darf. Darf der Willen des Stifters übergangen werden?

    Karin Salm

  • Sommergeschichte mit Geschichte: Lambada

    Während 1989 in den Ostblockstaaten der Protest der Bevölkerung wächst und die Berliner Mauer fällt, tanzt der Westen zu heissen südamerikanischen Rhythmen. «Lambada» heisst das Zauberwort.

    «Lambada» stürmte im Sommer 1989 weltweit die Charts und verkaufte sich mehr als 30 Millionen Mal. Für Furore sorgte ein Jahr später auch der Film. Mit dem erotischen Tanz wurden die Stringtangas in Europa gesellschaftsfähig.

    Nadja Fischer

Moderation: Caspar Selg, Redaktion: Judith Huber