Neuwahlen in Israel werden immer wahrscheinlicher

  • Sonntag, 26. Oktober 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 26. Oktober 2008, 18:00 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Sonntag, 26. Oktober 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

In Israel kommt es wohl zu Neuwahlen. Die designierte Ministerpräsidentin Zipi Livni ist nicht bereit, den Ultra-Orthodoxen weit reichende Zugeständnisse zu machen.

Weitere Themen:

Der SP-Parteitag hat das umstrittene Papier zur Sicherheit verabschiedet - mit deutlicher Mehrheit.

Wie lebt es sich in einem Land mit 231 Millionen Prozent Inflation? In dem die Menschen pausenlos damit beschäftigt sind, etwas zu essen aufzutreiben? Und jede Hoffnung auf Besserung zunichte gemacht wird? Eine Simbabwerin erzählt.

Die Finanzkrise kennt auch Profiteure: Den Sender CNBC zum Beispiel, der sich auf Finanz- und Börsenberichterstattung spezialisiert hat - und dem es noch nie so gut ging wie in der Krise.

Beiträge

  • Einschätzungen von Iren Meier aus Tel Aviv

    In Israel wird es in den kommenden Monaten wohl Neuwahlen geben. Grund sind die geplatzten Koalitionsverhandlungen zwischen der neuen Chefin der Kadima-Partei, Aussenministerin Zipi Livni, und der ultra-orthodoxen Schas-Partei.

    Livni hatte sich geweigert, der Schas weitreichende Zugeständnisse zu machen. Inzwischen hat sie Staatspräsident Schimon Peres über das Scheitern der Verhandlungen informiert. Dieser muss nun entscheiden, ob es Neuwahlen gibt. Er könnte zwar auch einen anderen Abgeordneten der Knesset mit der Regierungsbildung beauftragen - diese Möglichkeit gilt aber als theoretisch.

    Simone Fatzer

  • Sicherheitspapier passiert den SP-Parteitag

    Die SP hat an ihrem Parteitag in Aarau das umstrittene Sicherheitspapier verabschiedet. Darin beziehen die Sozialdemokraten Stellung zu Themen wie Ausländerkriminalität, Videoüberwachung oder Polizei - und zwar in einer Weise, die man bisher eher von bürgerlichen Parteien gewöhnt war.

    SP-Präsident Christian Levrat erntete entsprechend heftige Kritik von den Genossinnen und Genossen, als er das Grundsatzpapier im Sommer präsentierte. Seine Ideen von «öffentlicher Sicherheit» waren einigen Parteigängern viel zu repressiv.

    Nun hat Levrats Arbeitsgruppe dem Parteitag ein überarbeitetes Positionspapier vorgelegt - auch diese Version gab Anlass zu Diskussionen.

    Fredy Gasser

  • Alltag in Simbabwe kaum noch zu meistern

    In Simbabwe stellt der Alltag die Menschen vor immer grössere Herausforderungen. Die enorme Inflation - sie liegt inzwischen bei unvorstellbaren 231 Millionen Prozent - hat ganz konkrete Auswirkungen: Das Essen wird immer knapper, Hoffnung auf Besserung gibt es nicht.

    Staatspräsident Robert Mugabe hatte zwar im September versprochen, die Macht mit der Opposition zu teilen. Er tut es aber nicht - und kaum jemand erwartet, dass der bevorstehende Gipfel der Staaten des südlichen Afrika daran etwas ändern wird. Wie leben in so einem Land? Eine Simbabwerin erzählt.

    Ruedi Küng

  • Die Krisengewinnler

    Nicht alle stöhnen dieser Tage ob der immer schlechten Nachrichten aus der Finanzwelt. Unter vielen Verlierern gibt es vereinzelt auch einige Gewinner. Einer davon: der US-Fernsehsender CNBC.

    Der Sender konzentriert sich auf Finanz- und Börsenberichterstattung - und noch nie in seiner knapp 20-jährigen Geschichte ging es ihm so gut wie heute. Die Zuschauerzahlen haben sich verdoppelt, die Werbeeinnahmen sprudeln wie nie.

    Beat Soltermann

Moderation: Simone Fatzer, Redaktion: Roman Fillinger