Russische Polizei geht gegen Oppositionelle vor

  • Sonntag, 14. Dezember 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 14. Dezember 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Sonntag, 14. Dezember 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die russische Polizei hat bei Demonstrationen rund 150 Regierungsgegner festgenommen. Augenzeugen berichteten von Gewalt gegen die Demonstranten.

Weitere Themen:
- Das thailändische Parlament will am Montag einen neuen Ministerpräsidenten wählen. Viele Abgeordnete der früheren Koalition wollen nach eigenen Angaben für die Opposition stimmen.

- In Südafrika bekommt der mit Zweidrittel- Mehrheit regierende Afrikanische Nationalkongress (ANC) von Nelson
Mandela Konkurrenz aus den eigenen Reihen.

- Die Regierung in Ecuador bezeichnet einen grossen Teil der Auslandsschulden als unmoralisch und will sie nicht bezahlen.

Und:
Die Solar-Branche trotzt der Rezession. Das Beispiel der Bieler Firma Sputnik.

Beiträge

  • Russische Polizei stoppt Demonstrationen

    Einen Tag nach der Bildung des Oppositionsbündnisses «Solidarität» hat die russische Polizei Demonstrationen von Regierungsgegnern in Moskau und St. Petersburg unterbunden.

    Die russische Polizei hat bei zwei vom Kremlkritiker und Ex-Schachweltmeister Garri Kasparow organisierten Demonstrationen rund 150 Oppositionelle festgenommen. Augenzeugen berichteten von Gewalt durch die Sonderpolizei gegen die Demonstranten. Die Kremlgegner hatten trotz eines Verbots der Behörden gegen die Politik der Regierung in der derzeitigen Finanzkrise sowie gegen die aktuelle Verfassungsänderung protestiert. In beiden Städten hatten sich insgesamt rund 500 Menschen versammelt.

    Peter Gysling

  • Hoffnung auf Ruhe in Bangkok

    Thailands Parlament will am Montag eine neue Regierung wählen. Damit könnten die monatelang anhaltenden Proteste, die politische und wirtschaftliche Blockade des Landes ihr Ende finden.

    Viele Abgeordnete der früheren Koalition wollen nach eigenen Angaben für Oppositionschef Abhisit Vejjajiva stimmen. Doch die Mehrheit ist noch nicht gesichert.

    DRS-Asien-Korrespondent Urs Morf im Gespräch mit Casper Selg.

  • Konkurrenz für den ANC

    In Südafrika bekommt der regierende Afrikanische Nationalkongress (ANC) von Nelson Mandela Konkurrenz aus den eigenen Reihen. Der «Congress of the people», COPE, ist eine Abspaltung des ANC.

    Die Splitterpartei eröffnete am Sonntag in Bloemfontein ihren dreitägigen Gründungsparteitag. In dieser Stadt im Süden des Landes war 1912 auch der ANC gegründet wurde, Afrikas älteste Befreiungsbewegung. COPE hat nach eigenen Angaben bereits knapp eine halbe Million Mitglieder. Der ANC hat offiziell rund 600 000. Auf einem Kongress im November hatten Redner dem ANC vorgeworfen, sich von den Werten seiner Gründerväter entfernt zu haben.

    Claus Staecker

  • Ecuador will Staatschulden nicht bezahlen

    Die linksgerichtete Regierung Ecuadors hat die Zinszahlung internationaler Staatsanleihen offiziell gestoppt. Der fällige Betrag von 30,6 Millionen Dollar werde nicht geleistet, erklärte Präsident Rafael Correa.

    Die Schulden, die frühere Regierungen gemacht haben, seien «illegal» und die Gläubiger «unmoralisch».

    Mitten in der weltweiten Finanzkrise ist die Zahlungsverweigerung eine Provokation, die auch für andere Drittweltländer Konsequenzen haben könnte.

    Ulrich Achermann

  • Solar-Firma trotzt der Rezession

    Rund um den Globus rutscht die Wirtschaft in eine Rezession. Die Solar-Branche hingegen bleibt einigermassen zuversichtlich und investitionsfreudig. Zum Beispiel die Firma Sputnik in Biel.

    Die Firma will im nächsten Jahr die Zahl ihrer Mitarbeitenden von 200 auf 320 erhöhen.

    Barbara Widmer

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Martin Durrer