Schuldig des Völkermords

  • Donnerstag, 10. Juni 2010, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 10. Juni 2010, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 10. Juni 2010, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Massaker von Srebrenica: Das Jugoslawientribunal in Den Haag verurteilt zwei bosnische Serben wegen Völkermords.

Weitere Themen:

Das italienische Parlament folgt Silvio Berlusconi und
schränkt das Abhören von Telefongesprächen ein.

Der Ölkonzern BP gerät an der Börse unter Druck.

Der diesjährige Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht an den israelischen Schriftsteller David Grossmann.

Belgien vor den Wahlen: Ein Dossier, zwei Zeitungen, zwei Sprachen, zwei Welten.

 

Beiträge

  • Schuldig des Völkermordes

    Das Jugoslawientribunal hat zwei bosnische Serben im Zusammenhang mit dem Massaker von Srebrenica des Völkermordes für schuldig befunden. Das Strafmass: lebenslang Gefängnis. Das Urteil dürfte nicht ohne Folgen bleiben für den ehemaligen bosnischen Serbenführer Radovan Karadzic.

    Elsbeth Gugger

  • Neues Gesetz schützt auch die Mafia

    Fast zwei Jahre dauerte das Gezerre. Nun hat der Senat in Rom beschlossen, den Richtern im Land bei Ermittlungen das Abhören von Telefonanschlüssen zu erschweren.

    Mit diesem Gesetz wolle er gegen die Schnüffelei der Justiz vorgehen und die Privatsphäre der Italienerinnen und Italiener besser schützen, sagt Ministerpräsident Silvio Berlusconi.

    Allerdings, das Gesetz bezieht sich auch auf Verfahren gegen Korrupte und Mafiosi.

    Massimo Agostinis

  • Politaffäre im Kanton Neuenburg

    Staatsrat Frédéric Hainard sieht sich seit einiger Zeit schweren Vorwürfen ausgesetzt. Sie betreffen sowohl die Zeit vor seiner Wahl in die Kantonsregierung als auch seine Amtszeit als Staatsrat. Bereits wurde gegen Hainard eine parlamentarische Untersuchungskommission eingesetzt.

    Und jetzt ist auch eine Strafanzeige gegen ihn eingereicht worden.

    Patrick Mülhauser

  • Wie viel Regulierung braucht eine Bank?

    Mit dieser Frage setzen sich zur Zeit 400 Banker aus der ganzen Welt auseinander. Sie treffen sich in Wien an der Jahrestagung des Institute of International Finance, der grössten Organisation der Bankenbranche.

    Die Banker räumen zwar ein, dass es mehr Regeln brauche, um künftig Finanzkrisen zu vermeiden. Die Frage ist aber: Wie  viel und ab wann soll reguliert werden?

    Susanne Giger

  • Wer zieht ins Schloss Bellevue?

    Am 30. Juni wird der Nachfolger von Horst Köhler gewählt. Und für die Regierung ist klar: Christian Wulff, der 50 jährige CDU-Ministerpräsident aus Hannover, ist der ideale Kandidat. Die Mehrheit der Bevölkerung und die Medien halten allerdings Joachim Gauck für den besseren.

    Viele wünschen sich eine Lichtgestalt im deutschen Bundespräsidium, eine Persönlichkeit, die das Land verkörpert und idealerweise auch etwas Orientierung gibt in diesen schwierigen Zeiten.

    Ursula Hürzeler

  • Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für David Grossmann

    David Grossmann ist einer der einflussreichsten Schriftsteller und Journalisten Israels und ein Mann, der sich seit Jahren für die Aussöhnung mit den Palästinensern einsetzt.

    Das schwierige Zusammenleben von Israeli und Palästinensern fliesst auch in seine Romane, seine Erzählungen und Kinderbücher ein. Er zeige, «dass die Spirale von Gewalt, Hass und Vertreibung im Nahen Osten nur durch Zuhören, Zurückhaltung und die Kraft des Wortes beendet werden» könne.

    Das schreibt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der ihm dafür den Friedenspreis verleiht.

    Clemens Verenkotte, ARD

  • Auslandberichterstattung: Die Haushälterin

    Sie heisst Maja Lamba, ist 39 Jahre alt und Nepalesin. Sie ist eine der wichtigsten Personen im Alltag von Südasien-Korrespondentin Karin Wenger. Maja ist der Sonnenschein in der Wohnung. Und das ist bewundernswert, wenn man ihre Lebensgeschichte kennt.

    Karin Wenger

  • Wahlen in Belgien im Doppelpack

    Merkwürdige Wahlen aus unserer Optik, denn eigentlich wird zweimal gewählt. Die Flamen wählen. Und die Wallonen wählen. Die Parteien gibt es in Belgien in doppelter Ausführung, eine flämische Variante und eine wallonische Variante.

    Das kann zur absurden Situation führen, dass sich zum Beispiel ein flämischer Sozialist bestens versteht mit einem flämischen Liberalen, nicht aber mit seinem theoretischen idelogischen Verbündeten jenseits der Sprachgrenze, dem wallonischen Sozialisten. Daran verzweifeln mitunter auch Journalisten.

    Urs Bruderer

Autor/in: Monika Oettli, Moderation: Philipp Scholkmann