Schweizer Armee will hacken können

  • Samstag, 6. Juni 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 6. Juni 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Samstag, 6. Juni 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die Schweizer Armee will in fremde Computersysteme eindringen - vorsorglich und ganze ohne Gesetz. Nun bremsen die Aufsichtsdelegationen des Parlamentes.

Weitere Themen:

US-Präsident Barack Obama hat in Frankreich der US-Soldaten gedacht, die bei der Landung der Alliierten am 6. Juni 1944 in der Normandie gefallen sind.

In Peru kommen bei Zusammenstössen zwischen Indios und der Polizei gegen 40 Personen ums Leben.

Olsberg unweit von Basel hat zwar keine Post und keinen Dorfladen, aber ein Klassikfestival der Superlative Simone Fatzer Martin Durrer

Beiträge

  • Schweizer Armee will ausländische Computer hacken

    Die Schweizer Armee will in die Computernetzwerke ausländischer Staaten eindringen können - vorsorglich und ganze ohne Gesetz. Doch die Aufsichtsdelegationen des Parlamentes bremsen.

    Die beiden Präsidenten der Aufsichtsdelegationen des Parlaments, SP-Ständerat Claude Janiak und SVP-Nationalrat Bruno Zuppiger, haben die Pläne der Armee gegenüber Schweizer Radio bestätigt. Dies, nachdem sie als Einzige Geheimdokumente einsehen konnten. Die beiden Politiker kritisieren, dem Projekt fehle derzeit eindeutig die Rechtsgrundlage.

    Für den Bundesrat hingegen haben die militärischen Hackerpläne «hohe Priorität», wie er in einer Antwort auf eine Interpellation aus dem Nationalrat schreibt. Nun sucht man nach einer Lösung, wie für die geplanten Cyber-Attacken eine Rechtsgrundlage geschaffen werden könnte.

    Philipp Burkhardt

  • D-Day: US-Armee war nach Rassen getrennt

    Als Barak Obama am Strand in der Normandie die Befreiung Europas und die Heldentaten der Alliierten pries, erwähnte der Schwarze US-Präsident einen Punkt nicht.

    Als die Amerikaner am 6.Juni 1944 in der Normandie landeten, um das europäische Festland von der rassistischen Tyrannei Hitlers zu befreien, taten sie es getrennt nach Rasse.

    Schwarze waren damals in der amerikanischen Gesellschaft und auch in der Armee nicht gleich viel wert wie die Weissen.

    Peter Voegeli

  • Bundesrat schweigt zu UBS-Engagement

    Der Bundesrat lässt sich bei seinem Entscheid, wie er mit der UBS-Beteiligung vorgehen will, nicht in die Karten schauen. Die sechsmonatige Sperrfrist für die Pflichtwandelanleihe läuft am kommenden Dienstag ab.

    Sechs Milliarden Franken hat der Bund in die ramponierte UBS investiert. Ab Dienstag kann der Bund die Anleihe verkaufen oder in Aktien umwandeln. Sein deklariertes Ziel ist es, mindestens das eingesetzte Kapital wieder zurückzuholen.

    So oder so wird die Finanzwelt zu deuten versuchen, was der Entscheid der Landesregierung bedeutet.

    Eveline Kobler

  • Weltstars auf Dorfbühne

    Im kleinen Dorf Olsberg nicht weit von Basel findet seit vier Jahren ein Kammermusik-Festival statt, dass sich sehen und erst recht hören lassen kann: das Solsberg-Festival hat Weltformat.

    Dass es in einem Dorf mit 350 Einwohnern über die Bühne geht, ist der jungen Cellistin Sol Gabetta zu verdanken. Sie wohnt in Olsberg, hat das Festival gegründet und lockt damit Tausende aus aller Welt in das Schweizer Kaff.

    Maurci Velati

  • Tote bei Indio-Protesten in Peru

    In Peru ist der seit fast zwei Monaten andauernde und bisher weitgehend friedliche Protest peruanischer Amazonas-Indios gegen die Erdölförderung eskaliert.

    Bei schweren Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Indios sind über 40 Menschen getötet worden. Der Hintergrund des Konfliktes ist die Ausbeutung von Bodenschätzen und Urwäldern im Amazonasraum. Die Regierung Perus will diese erleichtern.

    Ulrich Achermann