Swiss Re an Börse auf Tauchgang

  • Freitag, 23. Januar 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 23. Januar 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Freitag, 23. Januar 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die Aktien des Rückversicherungskonzerns Swiss Re sind an der Börse abgestürzt.

Weitere Themen:

Grossbritannien ist offiziell in der Rezession.

Im von der Finanzkrise besonders schwer getroffenen Island haben sich die Parteien auf vorgezogene Neuwahlen geeinigt.

Noch immer gibt es keine Hinweise darauf, wer die vier europäischen Touristen im Grenzgebiet von Mali und Niger entführt hat.

Beiträge

  • Aktienkurs von Swiss Re sackt ab

    Die Aktien des Rückversicherers Swiss Re haben an der Börse fast einen Fünftel ihres Wert verloren. Die Verluste der Aktionäre von Swiss Re sind auf diffuse Gerüchte zurückzuführen.

    Die Aktien von Swiss Re notierten über 19,2 Prozent tiefer als gestern. Seit Jahresbeginn hat der Rückversicherer 46 Prozent des Börsenwertes verloren. Damit haben sich rund acht Milliarden Franken in Nichts aufgelöst.

    Gerüchte lassen Aktienkurs abstürzen Gerüchte machten die Runde, Swiss Re habe einen britischen Versicherer gegen Ausfall versichert, und habe weiterhin giftige Papiere in der Bilanz, die weitere Abschreibungen nötig mache.

    Martin Stucki

  • Grossbritannien rutscht in Rezession

    Grossbritannien ist wegen der Finanzkrise erstmals seit 1991 wieder in eine Rezession gerutscht. Im vierten Quartal 2008 schrumpfte die britische Wirtschaft um 1,5 Prozent.

    Da auch im dritten Quartal ein Rückgang von 0,6 Prozent verzeichnet wurde, steht fest, dass man von einer Rezession sprechen kann.

    Keine Erholung 2009 Premierminister Gordon Brown sagte, mit «jeder Waffe, die zur Verfügung steht», gegen die Krise kämpfen zu wollen. Ökonomen befürchten, dass 2009 schlimmer als 2008 sein wird. Nach Prognosen könnte die Wirtschaft dann sogar um zwei bis drei Prozent schrumpfen - das wäre der grösste Rückgang seit dem Zweiten Weltkrieg.

    Martin Alioth

  • Island zieht Wahlen vor

    Islands Regierung wirft nach massiven Protesten wegen der Finanzkrise das Handtuch und stellt sich am 9. Mai vorzeitigen Neuwahlen. Der konservative Ministerpräsident Geir Haarde hat seinen Rücktritt erklärt.

    Der 57-jährige Haarde teilte bei der Ankündigung vorzeitiger Neuwahlen mit, dass er wegen einer Krebserkrankung Ende März den Vorsitz seiner konservativen Unabhängigkeitspartei abgibt. Damit steht fest, dass Island nach den Wahlen einen neuen Regierungschef bekommt.

    Island ist praktisch bankrott

    Island wurde besonders hart von der Finanzkrise getroffen, da die Banken des Landes in grossem Umfang sehr risikoreiche Geschäft eingegangen waren. Als Folge davon verlor die nationale Währung stark an Wert, das Finanzsystem des Landes brach zusammen. Auf dem Land lasten Milliarden Dollar Schulden.

    Bruno Kaufmann

  • Leben in Trümmern im Gazastreifen

    Nach der dreiwöchigen israelischen Militäroffensive im Gazastreifen ist jedes siebte Haus zerstört, sagen unabhängige Beobachter. Das israelische Militär hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

    Ausgebrannte Autowracks liegen herum. In der Trümmerlandschaft versuchen Frauen im Freien Geschirr zu spülen. In den Trümmer suchen die Menschen nach Brauchbarem. Über die Ruinen spannen die Palästinenser Zelte, die nur notdürftig vor dem Wind schützen.

    Die Vernichtung ihrer Existenzen hat viele Familien um Jahrzehnte zurückgeworfen. Israel habe sie kollektiv bestraft, weil sie auf einem Leben in Freiheit und ohne Besatzung beharren, glauben Viele.

  • Kampf gegen zu teure Medikamente

    Medikamente sollen dank eines neuen Systems billiger werden. Die Pharmaindustrie reagiert überraschend gelassen.

    Die Medikamente sind einer der grossen Kostenfaktoren im Gesundheitssystem. Deshalb verlangt der neue Preisüberwacher Stefan Meierhans einen schnelleren Überprüfungs- und Anpassungsrhythmus. Die Pharmaindustrie zeigt sich in diesem Punkt kooperationsbereit.

    Tiefpreisländer zum Vergleich?

    Der Preisüberwacher fordert zudem, dass das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bei seinen Vergleichen mit dem Ausland auch Tieflohnländer einbezieht, um so bei der Preisfestsetzung Marktverhältnisse zu simulieren. Dagegen allerdings wehrt sich die Pharmabranche. Sie verlangt weiterhin einen Vergleich mit wirtschaftlich vergleichbaren Ländern.

    Eveline Kobler

  • Nervosität in Bern vor Besuch aus China

    Der chinesische Premierminister Wen Jiabao kommt am kommenden Dienstag zu einem Arbeitsbesuch in die Schweiz. Wegen eines zehn Jahre zurückliegenden Ereignisses sind die Behörden in Bern nervös.

    Der Besuch ist eine delikate Angelegenheit. Die Polizei wird eine Gassen und Strassen ganz absperren, einzelne Buslinien werden umgeleitet, Anwohner des Bundesplatzes sollen die Fenster geschlossen halten.

    Diplomatische Blamage Vor knapp zehn Jahren pfiffen Tibetaktivisten das damalige chinesische Staatsoberhaupt Jiang Zemin nieder, Transparente forderten Menschenrechte ein. Der hohe Gast war derart verärgert, dass er sagte, die Schweiz habe einen Freund verloren. Der Anlass gilt als grosse diplomatische Blamage der Schweiz.

    Dieter Kohler

  • Keine Spur der entführten Schweizer Touristen

    Noch immer gibt es keine Hinweise darauf, wer die vier europäischen Touristen in Westafrika, im Grenzgebiet von Mali und Niger, entführt hat. Zwei der Entführten sind Schweizer.

    Nach Angaben des deutschen Reiseveranstalters wurde die Gruppe nur etwa zehn Kilometer von der Grenze Malis zu Niger entführt. Sie sei gezwungen worden, ihre Fahrzeuge zu verlassen, und dann verschleppt worden.

    Die Regierung von Mali beschuldigt die Tuareg-Rebellen. Diplomaten aber verdächtigen islamistische Gruppen und erinnern daran, dass diese früher schon Ausländer entführt hatten.

    Die Frage an Ruedi Küng: Fällt auf diese radikalen Gruppen wirklich der stärkste Verdacht ?

    Martin Durrer

  • Zukunft des Finanzplatzes Liechtenstein

    In Liechtenstein stellt sich die Frage nach der Zukunft des Finanzplatzes. Viele rechnen damit, dass das Bankgeheimnis gelockert wird. Die Regierung will dafür eine Gegenleistung.

    Die Regierung Liechtensteins will Doppelbesteuerungsabkommen. Diese würden vor allem der stark international ausgerichteten Industrie nützen, denn sie würden den Industrieunternehmen Steuererleichterungen bringen. Auch Banken suchen nun den Dialog.

    Franco Battel

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Isabelle Jacobi