Tamedia streicht fast 80 Stellen

  • Donnerstag, 14. Mai 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 14. Mai 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 14. Mai 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die Zürcher Tamedia muss sparen - und hat nun bekanntgegeben, wie das vor sich gehen soll. Fast 80 Stellen sollen wegfallen. Eine gute Nachricht gibt es auch: Das Berner Traditionsblatt «Der Bund» wird erhalten.

Weitere Themen:

Kehrtwende bei Obama: Eigentlich sollten bald weitere Fotos von den furchtbaren Ereignissen im Bagdader Gefängnis Abu Ghraib veröffentlicht werden. Nun will Obama dies verhindern.

Heikle Reise: Wie wird der Besuch des deutschen Papstes in Israel bewertet?

Dossier: Profitieren die Gewerkschaften von der Krise?

Beiträge

  • Was bedeuten die Entscheidungen bei Tamedia?

    In der Medienbranche sind Geheimnisse, die geheim bleiben, rar. Die jüngsten Entscheide des Tamedia-Konzerns gehören dazu. Gerüchte und Mutmassungen gab es bereits viele in den letzten Wochen. Nun aber liegen die Fakten auf dem Tisch.

    Die wichtigsten Entscheide: Die Berner Traditionszeitung «Der Bund» bleibt als eigenständige Zeitung erhalten, wird aber ab Herbst in sehr enger Zusammenarbeit mit dem «Tages-Anzeiger» herausgegeben.

    Bei beiden Zeitungen werden Stellen gestrichen: Beim «Tages-Anzeiger» sind es fast 60, beim «Bund» rund 20. Ein erheblicher Stellenabbau - wenn auch nicht so stark, wie im Vorfeld befürchtet worden war.

    Beat Soltermann

  • Kommentar: Sri Lanka - Die Welt schaut weg

    Es sei nur noch eine Frage von Tagen, bis die Tamilen-Rebellen sich ergeben würden. Das sagte Sri Lankas Regierung - im vergangenen Herbst. Wieviele Menschen inzwischen getötet oder vertrieben worden sind, weiss niemand.

    Es gibt kaum internationalen Druck, es fehlen die Bilder des Grauens, meint Joe Schelbert. Der Krieg findet beinahe unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Internationaler Druck, das Morden zu stoppen, entsteht kaum. Man belässt es bei unwirksamen Appellen - etwa im Weltsicherheitsrat.

    Joe Schelbert

  • Obamas Kehrtwende bei den Folter-Fotos

    Die schrecklichen Fotos aus dem irakischen Gefängnis Abu Ghraib gingen 2003 um die Welt. Schon bald hätten weitere Bilder von misshandelten Häftlingen veröffentlicht werden sollen: einige hundert Fotos, die US-Soldaten mit Handys aufgenommen hatten und Bilder der Ermittler des Folterskandals.

    Erreicht hatte die Freigabe der Bilder die amerikanische Bürgerrechtsunion ACLU - und zunächst hatte die Regierung sich damit einverstanden erklärt. Nun aber die Kehrtwende: Präsident Barack Obama will die Veröffentlichung verhindern.

    Peter Voegeli

  • Erste Bilanz der Nahost-Reise des Papstes

    Es war eine heikle und hoch komplexe Aufgabe, der sich Papst Benedikt XVI. mit seiner Nahost-Reise gestellt hatte: Die Erwartungen von allen Seiten - Juden, Muslime und Christen, von Israel und den Palästinensern - waren enorm.

    Mit der Messe im biblischen Ort Nazareth in Galiläa und dem Treffen mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu liegen die wichtigsten Programmpunkte der Reise nun hinter dem deutschen Papst. Wie kann die Reise bewertet werden? Was hat Benedikt erreicht, was nicht?

    Robert Stähli

  • Herschel und Planck auf dem Weg in neue Welten

    Herschel und Planck haben den ganz besonderen Blick: Die beiden neusten Weltraumteleskope der europäischen Raumfahrtagentur ESA sollen im All Unbekanntes und Unerkanntes finden und ihre Eindrücke zurück auf die Erde senden.

    Nun haben sich die beiden fast zwei Milliarden Euro teuren Hightech-Satelliten auf den Weg gemacht: Vom Weltraumbahnhof Kourou - in Französisch-Guayana - ging es mit einer Ariane-Rakete ins All.

    Katharina Bochsler

  • Harte Zeiten in Spanien

    Spanien kämpft gegen die Krise: Bis Ende Jahr, so wird befürchtet, könnte die Arbeitslosenquote auf mehr als 20 Prozent steigen. Die Regierung kann kaum etwas tun: Angesichts des riesigen Budgetdefizits ist ihr Spielraum beschränkt.

    Alexander Gschwind

  • Die Stunde der Gewerkschaften?

    In vielen europäischen Ländern steigt in Zeiten der Krise die Arbeitslosigkeit. Der Europäische Gewerkschaftsbund ruft deshalb für dieses Wochenende zu Demonstrationen in Madrid, Berlin, Brüssel und Prag auf. Ihr Kampfruf: Für die Krise sollen jene zahlen, die sie verursacht haben.

    Die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter machen Druck für ein sozialeres Europa, das Arbeitslosigkeit, Armut und Ausgrenzung bekämpft und die Finanzmärkte wirksam reguliert. In den Boomjahren war wenig die Rede von den Gewerkschaften. Jetzt sind sie offensichtlich wieder da.

    Markus Mugglin

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Judith Huber