US-Rettungsplan löst Euphorie an Börsen aus

  • Freitag, 19. September 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 19. September 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Freitag, 19. September 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Zum Schluss einer wilden Börsenwoche drehten die Aktien-Kurse deutlich ins Plus. Die Rettungspläne der US-Regierung für die amerikanische Bankenbranche lösten vor allem bei den Finanztiteln ein wahres Kursfeuerwerk aus.

Weitere Themen:

Die russische Regierung interveniert mit 120 Milliarden Dollar, um die Märkte zu stützen.

Der Bund soll seinen Angestellten künftig leichter kündigen können.

Was als Babymilchskandal begonnen hatte, weitet sich in China zum Skandal einer ganzen Branche aus.

Beiträge

  • USA schnüren Milliarden-Rettungspaket

    Mit einem milliardenschweren Rettungspaket will die US-Regierung die Finanzbranche von faueln Krediten befreien. Die Ankündigung löste an den Börsen ein wahres Kursfeuerwerk aus.

    Derzeit würden die faulen Kredite den Kreditfluss abwürgen, der lebenswichtig für die amerikanischen Wirtschaft sei, so Finanzminister Henry Paulson. Auch Präsident George W. Bush bekräftigte, wie wichtig die Intervention des Staates sei, um Schlimmeres zu verhindern.

    Die Frage an Peter Voegeli: Bis in alle Details kennt man die Rettungsaktion noch nicht. Welche wichtigsten Punkte sind schon bekannt?

    Hans Ineichen

  • Finanzkrise: Blick in die Geschichte

    Die US-Regierung schickt sich an, ein Rettungsnetz für die einstürzende Finanz-Architektur aufzuspannen. Etwas ähnliches gab es in den USA Ende der 1980er-Jahre schon einmal.

    In der so genannten Sparkassenkrise sind über 1000 Sparkassen zusammengebrochen. Der Gesamtschaden betrug über 150 Milliarden US-Dollar, von denen an die 125 Milliarden durch die Öffentliche Hand aufgebracht wurden.

    Die Frage an Tobias Straumann, Wirtschaftshistoriker an der Universität Zürich: Wie funktionierte der Rettungsplan damals?

    Hans Ineichen

  • Russland kämpft gegen Finanzkrise

    Nach der Börsenpanik in Russland hat die russische Regierung mit 120 Milliarden Dollar interveniert, um die Märkte zu stützen.

    Präsident Dmitri Medwedew hat versichert, Russland habe genügend Reserven und eine starke Wirtschaft. Die Märkte würden alle nötige Unterstützung bekommen. 

    Die Frage an Gerald Hosp, Wirtschafts-Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung in Moskau: Weshalb geht plötzlich auch in Russland, dem Land mit den Petro-Milliarden, die Angst um?

    Hans Ineichen

  • Kommentar: Bankrotterklärung des freien Marktes

    Die US-Regierung hat mit einem gigantischen Rettungsplan zum grossen Befreiungsschlag angesetzt. Damit verstösst die republikanische Bush-Administration gegen ihre eigenen Regeln.

    Mit dem Rettungsplan soll die Weltwirtschaft vor gravierenden Folgen der Finanzkrise bewahrt werden.

    Rainer Borer, Leiter der DRS-Wirtschaftsredaktion, meint, das sei eine Bankrotterklärung des freien Marktes. Doch das Eingreifen der US-Behörden sei nicht nur der einzig mögliche, sondern auch der richtige Schritt. Ein Kommentar.

    Rainer Borer

  • Bund will Angestellten leichter kündigen

    Der Bund will seinen Angestellten künftig leichter kündigen können. So soll die genaue Aufzählung der Kündigungsgründe entfallen. Der Bundesrat hat das revidierte Personalgesetz in die Vernehmlassung geschickt.

    Dieses soll näher an die Bestimmungen gerückt werden, wie sie in der Privatwirtschaft gelten. Die Bundesverwaltung unterscheide sich immer weniger von privatwirtschaftlichen Unternehmen, begründet Bundesrat Hans-Rudolf Merz die Änderungen.

    Bereits reagiert auf die Vorschläge haben die Verbände des Bundespersonals: Sie finden die Revision unnötig und demotivierend.

    Dieter Kohler

  • Auch Frischmilch in China verseucht

    Was vor Wochenfrist als Babymilchskandal begonnen hatte, weitet sich in China zum Skandal einer ganzen Branche aus. Nun wurde auch in Frischmilch und Joghurt die giftige Chemikalie Melamin entdeckt.

    Nach offiziellen Angaben starben wegen verseuchten Milchpulvers vier Babys an den Folgen einer Nierenvergiftung, über 6000 Babys seien erkrankt.

    Die Regierung in Peking hat erst spät auf den Pulvermilchskandal reagiert. Tausende von Kontrolleuren haben daraufhin die hintersten Ecken der Milchwirtschafts-Provinzen ausgeleuchtet. Und was diese Grosskontrolle ans Tageslicht brachte, ist niederschmetternd.

    Urs Morf

  • Ruandische Frauen stellen Mehrheit im Parlament

    Das kleine ostafrikanische Ruanda ist das erste Land der Welt, in dem die Frauen die Mehrheit im Parlament besitzen. Bei den Parlamentswahlen haben Frauen mindestens 44 der 80 Abgeordnetensitze gewonnen.

    Das Wahlresultat ist in erster Linie auf die Besonderheit des ruandischen Wahlsystems zurückzuführen, es widerspiegelt aber auch den Frauenanteil in der Bevölkerung.

    Ruedi Küng

  • CSU kämpft um Stammwähler

    Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Bayern muss die CSU Umfragen zufolge weiter um die absolute Mehrheit zittern. Während Jahrzehnten war sie die Bayernpartei, bei den letzten Wahlen kam sie noch auf 61 Prozent.

    Doch das war noch mit Edmund Stoiber. Unter dem neuen Führungsduo Erwin Huber/Günther Beckstein löst offenbar schon alles, was über fünfzig Prozent liegt, Glücksgefühle aus.

    Doch das Wahlziel «50 plus» ist nicht sicher. Die Kommunalwahlen im März haben den andern Parteien Mut gemacht. Die CSU unter 50 muss kein Traum bleiben.

    Ursula Hürzeler

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Martin Durrer