Von der Vision Zero zur Via Sicura

  • Mittwoch, 20. Oktober 2010, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 20. Oktober 2010, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 20. Oktober 2010, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Der Bundesrat will die Zahl der Verkehrsopfer verringern und präsentiert deshalb einen umfassenden Massnahmenkatalog. Die 36 Vorschläge reichen von einem Alkohlverbot für Lastwagenfahrer bis zur Helmpflicht für junge Velofahrer- und fahrerinnen.

Weitere Themen:

Heulen und Zähneklappern: Premierminister Cameron verpasst den Briten das härteste Sparprogramm aller Zeiten.

Tadel und viel leere Worte: Nach der Kritik an den Massenausweisungen der Roma ist das Thema in Frankreich wieder vom Tisch.

Beiträge

  • Aus «Vision Zero» wird Via Sicura

    Am Anfang war die «Vision Zero». Die Vision, dass es überhaupt keine Verkehrstote mehr geben soll. Die Idee wurde wegen der heftigen Kritik ziemlich schnell aufgegeben.

    Jetzt redet man von Via Sicura und will die Zahl der Unfalltoten und Schwerverletzten auf den Strassen um einen Viertel reduzieren. Via Sicura ist ein Massnahmenpaket, das Verkehrsminister Moritz Leuenberger kurz vor dem Ende seiner Amtszeit durch den Bundesrat gebracht hat. Kritik gibt es auch an dieser abgespeckten Version, aber besonders heftig ist sie nicht mehr.

    Katrin Hug

  • Bundesrat macht der Industrie Beine

    Bisher konnte die Industrie selber festlegen, wie umweltfreundlich Autos oder Haushaltsgeräte sein sollen. Erst wenn diese Freiwilligkeit keinen Erfolg zeigte, konnte der Bund verbindliche Vorschriften erlassen. Dieses Vorgehen hat sich für den Bundesrat nicht bewährt.

    Zu langsam und zu ineffizient, so sein Urteil. Deshalb will er künftig die Energiesparziele nicht einfach der Wirtschaft überlassen, sondern von Anfang an selber aktiv werden. Sehr zum Aerger der Industrie.

    Elisabeth Pestalozzi

  • Klimaexperte redet über Klimapolitik

    Er hat einmal gesagt, er verachte die Politik und jetzt muss er sich diesen Satz immer wieder vorhalten lassen. Denn mittlerweile ist Hans Joachim Schellnhuber Präsident des Wissenschafter-Gremiums, das die deutsche Regierung berät.

    Schellnhuber ist Physiker und Klimaforscher in Potsdam und gilt als einer der führenden Köpfe in Klimafragen. Heute war Schellnhuber Hauptreferent am Swiss Climate Forum in Thun und Gast im Tagesgespräch von Schweizer Radio DRS. Und da war Politik das Hauptthema.

    Martin Durrer

  • Vollbremse in Grossbritannien

    Keiner der wichtigen Industriestaaten hat ein derart hohes Defizit wie das Vereinigte Königreich. Aber damit soll nun Schluss sein. Es wird gespart an der Themse und zwar in rekordverdächtigem Ausmass. Schon vor Monaten hat die neue liberal-konservative Regierung harte Massnahmen angekündigt.

    Jetzt wurde Konkretes bekannt: massiver Stellenabbau im öffentlichen Dienst, tiefere Sozialleistungen und höheres Rentenalter.

    Martin Alioth

  • Kampf gegen Pädophile im Internet

    Ende Jahr verliert die Polizei in vielen Schweizer Kantonen ein wichtiges Instrument bei der Fahndung nach Pädophilen. Bislang konnten sich Polizisten nämlich in Internetforen als Kinder ausgeben und Pädophile, die mit ihnen Kontakt suchten, dingfest machen.

    Diese verdeckte Ermittlung erlaubt die neue nationale Strafprozessordnung nicht mehr. Viele sind darüber empört, auch die Zürcher Kriminalpolizei. Parlamentarier wollen zwar für Abhilfe sorgen, sie kommen aber zu spät.

    Klaus Ammann

  • Neues Konzept bei der grössten Handelszeitung der Schweiz

    Die Wirtschaftskrise hat eine Mediengattung besonders stark getroffen, die Wirtschaftspresse! Allein im letzten Jahr gingen ihre Inserateeinnahmen um einen Drittel zurück; und die Handelszeitung, die grösste Wirtschaftszeitung der Schweiz, hatte einen Zehntel ihrer Leser verloren.

    Nun weht ein frischer Wind bei der Handelszeitung. Der neue Chefredaktor, Beat Balzli, er kommt vom deutschen Nachrichtenmagazin «Der Spiegel», geht mit neuem Konzept und neuem Personal auf Leserfang.

    Klaus Bonanomi

  • Frankreichs Roma-Politik beschäftigt Europarat

    Die Proteste waren heftig, als Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy im Sommer angkündigte, rigoros gegen Roma in Frankreich vorzugehen. Das ging soweit, dass die Europäische Union seinem Mitglied Frankreich eine Strafe in Aussicht stellte wegen der Massendeportationen von Roma.

    Doch das alles scheint vorbei und vergessen zu sein: Die EU hat ein mögliches Verfahren gestern ad acta gelegt. Anders der Europarat in Strassburg. Dort ist der Umgang mit dem Minderheiten-Volk der Roma sehr wohl ein Thema, während es in Frankreich selbst wieder sehr still geworden ist um die Roma-Politik.

    Ruedi Mäder und Fredy Gsteiger

Moderation: Ursula Hürzeler, Redaktion: Monika Oettli