Wer wird Mitglied in Obamas Kabinett?

  • Donnerstag, 6. November 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 6. November 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 6. November 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Kaum ist die Wahl vorüber, wird bereits über das Kabinett des künftigen Präsidenten Barack Obama spekuliert. Erste Namen stehen im Raum.

Weitere Themen:

Fast überall auf der Welt wurde nach der Wahl in den USA gejubelt, nur die russische Führung hielt sich auffallend zurück.

Seit Jahrzehnten wird nach einem Endlager für radioaktiven Müll in der Schweiz gesucht. Nun liegen sechs Vorschläge auf dem Tisch.

Im Basler Hooligan-Prozess sind 26 Hooligans verurteilt worden - zu Geldbussen und bedingten Freiheitsstrafen.

Beiträge

  • Erste Personalentscheidungen in Obamas Team

    Nach seinem Sieg bei den Präsidentschaftswahlen bereitet Barack Obama die Amtsübernahme im Weissen Haus vor. Dafür hat er bereits ein Übergangsteam ernannt, in dem mehrere enge Mitarbeiter des früheren Präsidenten Bill Clinton vertreten sind.

    Eine Schlüsselposition soll der Kongressabgeordnete Rahm Emanuel übernehmen. Der Demokrat soll nach Medienberichten neuer Stabschef im Weissen Haus werden. Rahm hat bereits Clinton beraten und gilt aus ausgesprochen erfahren.

    Wirtschaftsministerium: Drei Namen kursieren

    Besondere Bedeutung wird in Zeiten der Finanzkrise die Besetzung von Obamas Wirtschaftsteam haben. Medienberichten zufolge kursieren dafür in Washington drei Namen: Timothy Geithner, Lawrence Summers und Paul Volcker. Geithner half beim Umgang mit der Finanzkrise in diesem Jahr, Summers war bereits Finanzminister unter Clinton, und Volcker amtierte zehn Jahre lang als Chef der US-Notenbank.

    Peter Voegeli

  • Homo-Ehe in Kalifornien erneut vor Gericht

    Befürworter der Homo-Ehe in Kalifornien haben unmittelbar nach ihrer Referendumsniederlage Klage gegen das Abstimmungsergebnis eingereicht.

    Oberstes Gericht soll entscheiden

    Homosexuellenverbände, die Bürgerrechtsbewegung ACLU und die Städte San Francisco und Los Angeles beantragten beim Obersten Gerichtshof des Bundesstaates Kalifornien, dass das Referendum «Proposition 8» für ungültig erklärt werde.

    In dem Referendum hatte sich eine knappe Mehrheit der Wähler für die Initiative zur Abschaffung der Homo-Ehe ausgesprochen. Nun soll in der kalifornischen Verfassung festgeschrieben werden, dass eine Ehe nur als Verbindung zwischen Mann und Frau zu definieren ist.

    Max Akermann

  • Versöhnlichere Töne aus Moskau

    Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat einen Tag nach der angekündigten Stationierung von Raketen in Kaliningrad versöhnlichere Töne angeschlagen. Er hoffe nach dem Sieg von Barack Obama in den USA auf künftig bessere Beziehungen zwischen Washington und Moskau, sagte er.

    Am Vortag hatte Medwedew Obamas Namen hingegen nicht einmal erwähnt - und den künftigen US-Präsidenten damit nach Meinung vieler Beobachter brüskiert. Stattdessen hatte er in seiner ersten Rede zur Lage der Nation angekündigt, in der Region Kaliningrad Kurzstreckenrakten stationieren zu wollen - als Reaktion auf Pläne der USA, die in Mitteleuropa eine Raketenabwehr installieren wollen.

    Peter Gysling

  • Josef Joffe: «Die zweite amerikanische Revolution»

    ««Change» - Wandel - war das Schlagwort der Kampagne des künftigen US-Präsidenten Barack Obama. Nun hat dieser Wandel tatsächlich stattgefunden - und erstmals wird Anfang Januar ein Schwarzer Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

    Ein «phantastischer Wandel» sei das, sagt der Publizist Josef Joffe.

    Der Herausgeber der deutschen Wochenzeitung «Die Zeit» ist seit Jahrzehnten ein aufmerksamer Beobachter der USA, er hat das Land bereist und ist auch mit der politischen Elite vertraut. Dass Obama nun ins Präsidentenamt gewählt wurde, bezeichnet Joffe gar als «zweite amerikanische Revolution». Im Gegensatz zur ersten allerdings sei sie friedlich, gelassen und fast selbstverständlich vonstatten gegangen.

  • Einschätzungen von Markus Mugglin

    Der Internationale Währungsfonds rechnet im kommenden Jahr mit einer Weltrezession. In ihrem aktualisierten Ausblick für 2009 gehen die Experten davon aus, dass die Wirtschaft in den Industrieländern erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg schrumpfen werde.

    Für die entwickelten Länder sagte der IWF ein Gesamtminus von 0,3 Prozent voraus. Das sind 0,8 Prozentpunkte weniger als noch im Oktober vom IWF erwartet. Für das laufende Jahr senkte der IWF die Prognose leicht von 1,5 auf 1,4 Prozent.

    Martin Durrer im Gespräch mit Wirtschaftsredaktor Markus Mugglin.

  • Jahrzehntelange Suche nach geeignetem Endlager

    Seit 35 Jahren wird in der Schweiz nach einem Ort gesucht, um den radioaktiven Abfall zu entsorgen. Nun sind sechs Regionen in der engeren Auswahl - sie sollen in den kommenden Jahren intensiv geprüft werden. Doch bereits regt sich Widerstand.

    In den meisten der ausgewählten Regionen, stossen die Pläne des Bundes auf Bedenken. Zudem ist bereits jetzt klar, dass der Bund sein Lager für schwach- und mittelaktive Abfälle frühestens im Jahr 2030 in Betrieb nehmen kann, das für hochaktive Abfälle noch einmal zehn Jahre später.

    Fredy Gasser

  • Freiheits- und Geldstrafen im Hooligan-Prozess

    Im Basler Hooligan-Prozess wegen der Krawalle vom 13. Mai 2006 sind alle 26 Angeklagten schuldig gesprochen worden. Drei von ihnen wurden zu bedingten Freiheitsstrafen verurteilt. Die anderen Angeklagten erhielten Geldstrafen.

    Mehr als 100 Verletzte

    Bei den schweren Ausschreitungen nach dem Meisterschaftsspiel FC Basel- FC Zürich waren mehr als 100 Menschen verletzt worden. Es entstand Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken.

    Die höchsten Freiheitsstrafen - neun und zwölf Monate bedingt - erhielten zwei Angeklagte, die nach Auffassung des Gerichts Festbänke und Tischer von einer Terrasse auf die Strasse geworfen hatten. Es sei nur dem Zufall zu verdanken gewesen, dass niemand dabei erschlagen worden sei, sagte der Gerichtspräsident.

    Beat Giger

  • Schweizer tüfteln an sauberen Containerschiffen

    Acht Milliarden Tonnen werden jedes Jahr über die Weltmeere transportiert - das sind zwischen 80 und 90 Prozent aller Güter. Ohne Schiffe ginge also fast nichts auf dieser Welt. Eine Schlüsselrolle spielen die riesigen Containerschiffe.

    Eigentlich gelten sie als sauber, doch wegen der schieren Menge, die heute auf ihnen transportiert wird, liegen Schiffe beim Ausstoss von klimaschädlichen Schadstoffen nach Industrie und Strassenverkehr inzwischen auf Platz 3.

    Bemühungen, die Schiffe sauberer zu machen, gibt es - und zwar ausgerechnet im Binnenland Schweiz.

    Maurice Velati

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Roman Fillinger